Berichte

„Einblicke in den europäischen Maschinenraum – Was machen die in Brüssel eigentlich den ganzen Tag?“

(Bericht über den  Pulse of Europe-Vortrag  von Dr. Peter Fisch  am 05. September 2017)

Dr. Peter  Fisch (ehemals Referatsleiter bei der EU-Kommission) vollbrachte das bemerkenswerte Kunststück,  die komplexen Arbeitsabläufe in einer mehrsprachigen, von verschiedenen Verwaltungskulturen geprägten Organisation (mit immerhin 25.000 Mitarbeitern!) plastisch vorzustellen:

Die Vorstellungen der Hörer von der Arbeitsweise der EU-Verwaltung hatten freilich eine deutsche Prägung. Die kollegiale Arbeitsweise in der Kommission ist dagegen mehr von der Notwendigkeit zur  Improvisation, als von stringenten Zuständigkeitsregeln durchdrungen – eine Arbeitskultur, die besonders die kooperative Zusammenarbeit bei der Erstellung von Ergebnissen nutzt.

Diese Arbeitskultur hat sich evolutionär in der Kommission entwickelt und läuft dynamisch weiter. Blickt man zurück auf eine Zeit, wo sich nationalstaatliche Verwaltungen nur mit Unverständnis begegnet sind und sich manchmal behindert haben, so hat die Kommission in der Zusammenarbeit hier  historisches Neuland betreten.

Herr Fisch vernachlässigte es nicht, die europäischen Organe (z.B. den Europäischen Rat, das Europaparlament) vorzustellen. Am Beispiel des Parlaments machte er unter Einbeziehung des Publikums deutlich, wie wenig Interesse die meisten EU-Bürger  an der Arbeit dieser Parlamentarier zeigen.

Kurz: Ein mitreißender Vortrag mit vielen sachlichen Einblicken in die Arbeitsweise der Kommission!

 

„Die Anfänge der Demokratie im antiken Athen – ein Vorbild für Europa?“

(Bericht über den Pulse of Europe-Vortrag  von Prof. Dr. Sabine Vogt)

 

Am 27. Juli 2017 organisierte die Initiativgruppe „Pulse of Europe” (Coburg) einen Vortrag zum Thema „Die Anfänge der Demokratie im antiken Athen – ein Vorbild für Europa?“:  Als versierte Referentin war Prof. Dr. Sabine Vogt vom Institut für Klassische Philologie und Philosophie der Universität Bamberg in das Pfarrzentrum  St. Augustin geladen worden.

Geschickt formulierte die Wissenschaftlerin ihre Überschrift „…ein Vorbild für Europa?“ als geschlossene Frage, die sie dem Auditorium im Verlauf des Vortrags zur individuellen Beantwortung stellte. Nach einer kurzen Einführung in die Vorgeschichte der attischen Demokratie widmete sich Prof. Vogt einer knappen Schilderung der Athener Staats-Organe und Einrichtungen, wie z.B. dem Rat der 500 oder dem Scherbengericht (durch das Bürger ohne Ehrverlust aus Attika verbannt werden konnten). Schließlich stellte sie dem demokratischen (?) Anspruch des antiken attischen Staates aber ganz sachlich die ernüchternde historische Realität gegenüber, zu der damals auch die politische Entmündigung von Frauen, Sklaven und Fremden gehörte.

Im Anschluss entwickelte sich dann eine äußerst engagierte und vielschichtige Diskussion über aktuelle Themenbezüge – wie das moderne Verständnis des Begriffes „Demokratie“, den demokratischen Wandel und die demokratischen Grundwerte der EU.

 

In Neustadt wurde die Zukunft Europas heiß diskutiert

22. Februar 2017 „Welches Europa wollen wir?“ – Eine brandaktuelle Frage, für deren Diskussion das Auswärtige Amt im Rahmen einer deutschlandweiten Veranstaltungsreihe Staatsminister, Staatssekretäre und weitere hochrangige Diplomaten das Auswärtigen Amts mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenbringt. An rund 30 Orten in Deutschland fand und findet diese Veranstaltungsreihe statt – einer davon ist Neustadt bei Coburg: Auf Initiative von Kanat Akin, Jugendbeauftragtem des Landkreises, und Ihrem Europe Direct Informationszentrum Coburg ist es in Zusammenarbeit mit nectv und der Stadt Neustadt gelungen, die Veranstaltungsreihe in die Region zu holen!

Am 22. Februar 2017 wurde deshalb in der kultur.werk.stadt in Neustadt die Frage „Welches Europa wollen wir?“ diskutiert. Rede und Antwort stand Dieter Reinl, viele Jahre als Diplomat im In- und Ausland im Einsatz und aktuell Leiter des Referats „Netzwerk Außenpolitik in Deutschland“ im Auswärtigen Amt. Moderiert wurde die Diskussion von Christine Rebhan von nectv.

Rund 80 Bürgerinnen und Bürgern nahmen die Gelegenheit wahr, mitzureden, ihre Fragen zu stellen und ihre Meinung zu sagen zur Zukunft Europas.

Es ging um den Brexit und die Frage, ob die EU Gefahr läuft, zu zerfallen, um die den europäischen Binnenmarkt, um das Verhältnis zur Türkei und die Flüchtlingsfrage, sowie darum, ob und warum Europa junge Menschen noch begeistert.

Hier der Link zur Magazinsendung von nectv vom 28. Februar 2017 mit einem Beitrag zur Veranstaltung: https://nectv.de/mediathek/nectv-aktuell/

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Informationsstand bei der Eröffnung der Internationalen Woche Coburg

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25. September 2016 Bereits zum fünften Mal fand in Coburg vom 24. September bis zum 2. Oktober 2016 die internationale Woche statt. Ziel ist, das Miteinander der Menschen in Coburg, die aus über 100 verschiedenen Nationen stammen, zu fördern und Austausch und Dialog zu unterstützen. Während der Woche gab es zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Workshops zum Kennenlernen von Menschen und Kulturen aus der ganzen Welt- und natürlich war auch Ihr Europe Direct Informationszentrum mit von der Partie!

Zum Auftakt der Woche findet jeweils ein großes Marktfest statt, mit einem Bühnenprogramm, Musik und Vorführungen sowie Informationsständen verschiedener Coburger Institutionen und Einrichtungen. Unterhaltungsprogramm und Internationale Spezialitäten ziehen ein vielfältiges Publikum an – eine gute Gelegenheit, sich mit  Einheimischen und Neubürgern auszutauschen!

Auch das Europe Direct Informationszentrum nutzte diese Gelegenheit und war mit einem Stand vertreten. Das Europe Direct Team konnte viele Fragen zu Unionsbürgerrechten und aktuellen EU-Themen beantworten, Infomaterialien zu aktuellen und grundlegenden EU-Themen an den Mann und die Frau bringen und die über die Aktivitäten des Informationszentrums informieren. Ein Quiz zur EU mit kleinen Gewinnen für große sowie Luftballons in EU-Farben für kleine Besucher zogen Menschen aller Altersgruppen an und sorgten für regen Andrang.

Coburger Briten schockiert über Referendums-Ergebnis

29. Juni 2016 Mit dem Ergebnis des britischen EU-Referendums hatte kaum jemand ernsthaft gerechnet – auch nicht Karen Adam-Bohley, Nick Barton und Paul Jenkinson, drei Briten, die seit vielen Jahren in Coburg beziehungsweise dem Landkreis leben. Wir hatten sie bereits vor dem Referendum zur Gesprächsrunde in den „British Corner“ eingeladen – nach der Abstimmung trafen wir sie wieder.

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„Ich war schockiert über das Ergebnis“, sagt Paul Jenkinson.

„Ich war schockiert“, beschreibt Paul Jenkinson seinen Gemütszustand vom Morgen des 24. Juni, als die Ergebnisse des Referendums über die Nachrichtenticker liefen. „Ich auch“, stimmt Nick Barton zu. „Ich war baff. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet.“ Karen Adam-Bohley erzählt, sie sei sehr früh aufgewacht und habe zum Handy gegriffen. „Es wird schon „Remain“ rausgekommen sein“, erinnert sie sich an ihren ersten Gedanken. „Dann hab ich die ersten Meldungen gesehen und bin sofort aufgestanden – dazu musste ich mehr erfahren.“

Sie alle können die Entscheidung nicht verstehen. „Ich habe mit meinem Bruder telefoniert, der für den Brexit gestimmt hat. Ich habe gefragt: Was gefällt dir denn nicht? Es haben doch alle ein Auto, ein Haus, ein bequemes Leben“, sagt Paul Jenkinson. „Ich bin froh sagen zu können, dass meine ganze Familie gegen den Brexit gestimmt hat“, ergänzt Nick Barton.

Selbst durften die drei nicht abstimmen – weil sie bereits zu lange nicht mehr in Großbritannien leben. „Wenn alle im Ausland lebenden Briten hätten abstimmen dürfen, dann wäre es nicht zum Brexit gekommen“, sind sich die drei sicher.

Sorgen machen Nick Barton die Nachrichten zu Angriffen auf Ausländer in Großbritannien. „Da werden Leute verprügelt, die seit Jahren in London leben, arbeiten und Steuern zahlen. Das klingt sehr nach Deutschland 1932.“ Mit der EU fehle in Zukunft ein wichtiges Bollwerk gegen Extremismus, ist er sich sicher. Auf die treibenden Kräfte, die auf das Referendum und die Entscheidung hingearbeitet haben, ist er richtig sauer.

„Ich hoffe, dass Cameron für diese Tat zur Verantwortung gezogen wird. Jeder Bankräuber kommt in den Knast. Cameron hat einen wirtschaftlich viel höheren Schaden angerichtet“, findet Barton. Mit seinem Rücktritt mache Cameron es sich jetzt sehr leicht.

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„Wir brauchen ein zweites Referendum. Das würde hunderprozentig anders ausgehen“, sagt Nick Barton.

Akzeptieren kann er den Brexit nicht. „Das war keine Abstimmung gegen die EU, sondern gegen die etablierten Politiker.“ Das Ergebnis sei auch deshalb zustande gekommen, weil die Menschen den populistischen Parolen der Brexit-Kampagne und der Boulevard-Blätter wie „The Sun“ auf den Leim gegangen seien. „Die Leute wurden verarscht. Das haben Farage und Co ja inzwischen zugegeben.“

 

 

Eine der zentralen Forderungen von Brexit-Unterstützer Nigel Farage war es, die 350 Millionen Pfund, die Großbritannien angeblich pro Woche an die EU zahle, lieber ins Gesundheitssystem zu investieren.  Kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses hatte er zugegeben, dass diese Zahl nicht stimme. Auch in Sachen Immigration könne man die gegebenen Versprechen nicht garantieren.

„Die größten Argumente für den Brexit sind in sich zusammengebrochen. Die Kampagne war auf Lügen aufgebaut, das hat sich jetzt gezeigt. Deswegen brauchen wir ein zweites Referendum“, so Barton. „Ich bin mir sicher, das würde ganz anders ausgehen. Was auf dem Spiel steht ist einfach zu wichtig, um dieses Ergebnis so stehen zu lassen.“ Auch Paul Jenkinson befürwortet eine zweite Abstimmung.

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„Das war eine basisdemokratische Entscheidung, die man akzeptieren muss“, sagt Karen Adam-Bohley.

Karen Adam-Bohley sieht das anders. „Das ist eine basisdemokratische Entscheidung, die man akzeptieren muss“, sagt Adam-Bohley. „Das Leben geht weiter. Jetzt sollten möglichst bald alle offenen Fragen geklärt werden, und die Entscheidung umgesetzt werden. Man kann doch jetzt nicht sagen ,Ich hab’s nicht so gemeint, das war nur aus Protest`. Natürlich tun mir die jungen Leute leid, die jetzt mit den Folgen des Brexits leben müssen. Aber auf der anderen Seite sind zwei Drittel der unter 25-Jährigen nicht zur Wahl gegangen. Wenn man was bewegen will, muss man sich halt beteiligen. Man kann doch nicht so oft abstimmen, bis einem das Ergebnis passt.“

Adam-Bohley will auch das Argument der Missinformation nicht gelten lassen. „Jeder erwachsene Mensch kann sich informieren, kann Zeitung lesen und im Internet recherchieren.  Man kann nicht sagen ,Oh, ich hab das alles nicht gewusst`.“

Für sie selbst ändere die Entscheidung nicht viel, sagt Adam-Bohley. „Ich habe mich gefreut zu sehen, dass Schottland für den Verbleib in der EU gestimmt hat“, sagt Adam-Bohley, die ürsprünglich aus Schottland kommt. Ihre Meinung zur Abspaltung Schottlands von Großbritannien hat das trotzdem nicht geändert. „Mini-Länder zu schaffen, davon halte ich nach wie vor nichts. Auch wenn Schottland dann nicht mekr in der EU ist, bin ich für den Verbleibt im UK.“

Alle drei der Coburger Briten sind mit Deutschen verheiratet und müssen sich um Themen wie Aufenthalts- und Arbeitsrecht keine Sorgen machen. Barton sagt trotzdem: „Wenn es wirklich zum Brexit kommt, beantrage ich die deutsche Staatsbürgerschaft.“

 

Gesprächsrunde „Brexit“:
Coburger Briten zum EU-Referendum Großbritanniens

16. Juni 2016 Der Tag, an dem die Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens über den Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union abstimmen, rückt näher. Entscheidet sich eine Mehrheit für den Austritt, wäre das Königreich das erste Land in der Geschichte der EU, das diesen Schritt geht. Was dies für Großbritannien, die Briten und Europa bedeuten könnte und wie sie selbst die Situation erleben, dazu wollten wir Britinnen und Briten, die in Coburg und Umgebung leben, zu Wort kommen lassen.

Wir luden deshalb mit Karen Adam-Bohley, Nicholas Barton und Paul Jenkinson drei Briten, die ursprünglich aus verschiedenen Landesteilen des Vereinigten Königreichs kommen, inzwischen allerdings schon viele Jahre in Coburg und Umgebung leben, zu einer Gesprächsrunde zum anstehenden EU-Referendum Großbritanniens ein. Auch die Coburger Medien folgten der Einladung gern und nutzten die Gelegenheit für Fragen, Fotos, Bild- und Tonaufzeichnungen.

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Lebhafte Diskussion: Karen Adam-Bohley, Paul Jenkinson und Nicholas Barton (von links). Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

Den stimmigen Rahmen für das Gespräch bildete das „British Corner“ ein kleines Ladengeschäft mit Café in der Coburger Innenstadt, das sich ganz dem typisch-britischen Stil widmet. Inhaberin Birgit Eibl selbst sieht einen möglichen Brexit kritisch. „Das United Kingdom ist bei den Deutschen beliebt. Im Fall eines Brexits könnte diese Beliebtheit leiden.“ Auch Waren aus Großbritannien könnten teurer werden, wenn nach einem EU-Austritt möglicherweise Importzölle anfallen. „Dann entscheiden sich die Kunden vielleicht nicht mehr unbedingt für britische Erzeugnisse.“

„Ich habe den Eindruck, die Berichterstattung in vielen britischen Medien im Vorfeld des Referendums ist einseitig und unvollständig“, sagt Paul Jenkinson. „Da heißt es zum Beispiel, die EU kostet Großbritannien soundsoviel Geld pro Tag. Es wird aber nicht gesagt, wie viel Geld wieder von der EU nach Großbritannien fließt, oder dass der Verteidigungsetat um ein Vielfaches höher ist.“

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Paul Jenkinson, Ulrike Nauer vom Coburger Tageblatt und Birgit Eibl, Inhaberin des „British Corner“ (von links) im Gespräch. Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

Alle drei verfolgen die Debatte um den möglichen Brexit aufmerksam in den Medien. „Das ist ja heutzutage dank Internet viel leichter möglich als früher“, so Nicholas Barton. Er hört sich gerne Podcasts der BBC zum Thema an; Karen Adam-Bohley besucht regelmäßig die Online-Portale von The Guardian und The Independent. „Ich diskutiere auch viel mit meinem Bruder“, erzählt sie. „Er lebt in London, ist konservativ eingestellt und für den Brexit.“

Sie selbst ist dagegen. „Ich komme ursprünglich aus Sterling, und wann immer ich in meiner schottischen Heimat bin, sehe ich so oft diese Schilder, die zeigen, dass eine Straße, Brücke oder ein Gebäude mit Unterstützung der EU gebaut oder saniert wurde. Ich denke, die EU ist für Schottland gut, aber auch für Nordengland, für viele Gegenden, die infrastrukturell noch nicht so gut entwickelt sind.“

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Eine Tasse Tee durfte bei nasskaltem britischen Wetter nicht fehlen. Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

Das sieht Barton, der aus Liverpool in Nordengland stammt, ähnlich. „Die EU verteilt das Geld fairer als es die Regierung in London tut oder nach einem Brexit tun würde. Liverpool war eine schreckliche, hässliche Stadt als meine Eltern sie in den 70ern verlassen haben. Inzwischen hat sich dank EU da so viel getan. Früher hätte ich niemandem empfohlen, dorthin zu fahren. Heute kann ich das guten Gewissens tun.“

Für die nationalen Bestrebungen, die momentan vielerorts in Europa zu beobachten sind, hat er kein Verständnis. „Vor zwanzig, dreißig Jahren hatte ich gedacht, wir würden heute schon viel weiter sein mit der europäischen Integration. Dass es keine nationalen Pässe mehr geben würde und dass wir nur noch EU-Bürger sein würden.“

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Klare Meinung: Nicholas Barton. Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

„Also ich bin gerne Engländer, ich möchte meinen Pass behalten“, wirft Jenkinson ein. „Ich bin auch gerne Engländer“, so Barton. „Ich bin auch sehr gerne Schottin“, sagt Adam-Bohley. „Aber ich bin auch sehr gerne Britin und sehr gerne Europäerin und ich lebe sehr gern in Deutschland. Ich sehe darin keinen Widerspruch.“ Ob Schottland nach einem Brexit einen neuen Anlauf für die Unabhängigkeit nehmen wird? „Ich hoffe nicht“, so Adam-Bohley. „Ich bin nicht für mehr Grenzen und mehr Kleinstaaterei, sondern für weniger.“

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Einen stimmigen Rahmen bildete das „British Corner“ in der Coburger Innenstadt. Foto: Helge Jost Kienel/ vhs

Freizügigkeit und offene Grenzen in Europa sieht sie als großen Vorteil. „Die Frage ist ja auch, was mit Briten wird, die momentan als EU-Bürger im EU-Ausland leben und was mit EU-Ausländern, die in Großbritannien leben. Für die wird es ja viel aufwändiger, Arbeitserlaubnis und so weiter. Was passiert in Großbritannien, wenn all die Menschen aus anderen EU-Ländern, die im Service arbeiten, gehen müssen?“

Selbst dürfen die drei übrigens nicht über den „Brexit“ abstimmen. „Nach sieben Jahren im Ausland darf man als Brite nicht mehr in Großbritannien wählen“, erklärt Barton. Für dieses Referendum sei die Frist sogar auf 15 Jahre erhöht worden, so Adam-Bohley – allerdings leben alle drei schon länger in Deutschland.

Den Ausgang des Referendums erwarten sie mit Spannung. „Ich bleibe wach und verfolge die Ergebnisse der Auszählung live“, sagt Jenkinson. Dass es einen Brexit tatsächlich geben wird, das glauben die drei eher nicht. „Aber gerade bei den Unentschlossenen könnte die Stimmung noch drehen – wenn es zum Beispiel einen Anschlag geben würde. Das darf nicht passieren,“ so Barton. Auch das Wetter könnte das Abstimmungs-Ergebnis beeinflussen. „Wenn es regnet, bleiben die Unentschlossenen zu Hause.“

 

 


 

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