Aktuelles

5. Coburger Europa-Preis:  Ein herzlicher Dank an alle Bewerber!

 

Europe-PreisPlakat2017

Auch 2017 haben sich zahlreiche Schulen für den Coburger Europapreis beworben.

In diesem Wettbewerb soll die kreative und produktive Auseinandersetzung von Schülern und Azubis mit Themen rund um die EU honoriert werden. Schirmherr ist Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha.

Zu unserer großen Freude wurden in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe äußerst engagierter und spannender Projekte an das EDIC gesendet, die auch in diesem Jahr das hohe Niveau der Europa-Bildung an Coburger Schulen dokumentieren.

Für diese Einsendungen bedanken wir uns im Namen das EDIC sehr herzlich!

Alle Bewerbungen werden in den kommenden Wochen durch eine Jury sorgfältig ausgewertet, um die Sieger des diesjährigen 5. Europapreises zu küren. Über das Ergebnis unterrichten wir die Teilnehmer pünktlich zum Schuljahresbeginn 2017/18!

Unsere feierliche Preisverleihung wird dann am 28. September 2017 im Riesensaal des Schlosses Ehrenburg stattfinden.

 

Pulse of Europe-Vortrag  von Prof. Dr. Sabine Vogt:

„Die Anfänge der Demokratie im antiken Athen – ein Vorbild für Europa?“

 

Am 27. Juli 2017 organisierte die Initiativgruppe „Pulse of Europe” (Coburg) einen Vortrag zum Thema „Die Anfänge der Demokratie im antiken Athen – ein Vorbild für Europa?“:  Als versierte Referentin war Prof. Dr. Sabine Vogt vom Institut für Klassische Philologie und Philosophie der Universität Bamberg in das Pfarrzentrum  St. Augustin geladen worden.

Geschickt formulierte die Wissenschaftlerin ihre Überschrift „…ein Vorbild für Europa?“ als geschlossene Frage, die sie dem Auditorium im Verlauf des Vortrags zur individuellen Beantwortung stellte. Nach einer kurzen Einführung in die Vorgeschichte der attischen Demokratie widmete sich Prof. Vogt einer knappen Schilderung der Athener Staats-Organe und Einrichtungen, wie z.B. dem Rat der 500 oder dem Scherbengericht (durch das Bürger ohne Ehrverlust aus Attika verbannt werden konnten). Schließlich stellte sie dem demokratischen (?) Anspruch des antiken attischen Staates aber ganz sachlich die ernüchternde historische Realität gegenüber, zu der damals auch die politische Entmündigung von Frauen, Sklaven und Fremden gehörte.

Im Anschluss entwickelte sich dann eine äußerst engagierte und vielschichtige Diskussion über aktuelle Themenbezüge – wie das moderne Verständnis des Begriffes „Demokratie“, den demokratischen Wandel und die demokratischen Grundwerte der EU.

 

 

Der 5. Coburger Europa-Preis: Jetzt bewerben!

Die besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet!

PKAuftaktWendelinMarkCTzugeschn
Freuen sich auf vielfältige, kreative und konstruktive Wettbewerbsbeiträge: Rainer Maier (Volkshochschule), Christian Broßmann (IHK zu Coburg), Miriam Hegner (Europe Direct), Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha (Schirmherr). Foto: Wendelin Mark/ Coburger Tageblatt

Der Coburger Europa-Preis wird 2017 bereits zum fünften Mal vom Europe Direct Informationszentrum an der Volkshochschule Coburg Stadt und Land, von der VR-Bank Coburg und der IHK zu Coburg ausgelobt. Schirmherr ist wie in den vergangenen Jahren Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha.

Ab sofort können sich Schulen, Schulklassen, Azubi- und Schülergruppen aus Coburg Stadt und Land und der Region Sonneberg bewerben. Voraussetzung ist, dass sie sich im laufenden Schuljahr aktiv mit der Europäischen Union auseinandersetzen oder auseinandergesetzt haben und so einen Beitrag zur Entwicklung und Förderung eines europäischen Bewusstseins unter den Menschen leisten.

Bei den Wettbewerbsbeiträgen kann es sich zum Beispiel um die Organisation eines Europa-Tags an der Schule handeln, um Austauschprogramme, Schulpartnerschaften, Erasmus+ Projekte, aber auch um selbstgestaltete Kunstwerke, Plakate, Ausstellungen, Hefte, Filme oder andere audiovisuelle Medien, die sich mit Europa, der EU und/oder der europäischen Integration bzw. der europäischen Idee befassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Aus allen eingesandten Wettbewerbsbeiträgen wertet eine Jury die Gewinner-Projekte in zwei Kategorien aus. Es gibt einen Schulpreis und mehrere Klassen-/Gruppenpreise. Der Schulpreis, für den mehrere Projekte/ Beiträge eingereicht werden können, ist mit 750 Euro dotiert. Die Klassen-/ Gruppenpreise sind Erlebnisfahrten und Ausflüge  – z.B. ein Besuch eines BroseBasket-Spiels in Bamberg in der VIP-Lounge, ein Ausflug in den Klettergarten oder zum gemeinsamen Schlittschuhlaufen.

Um teilzunehmen, füllen Schulleiter bzw. Lehrer oder Ausbildungsleiter die Bewerbungsunterlagen aus (siehe unten), verfassen eine kurze inhaltliche Zusammenfassung des Wettbewerbsbeitrages/der Beiträge bzw. bei Bewerbung um Schulpreis zudem einen kurzen Text, warum die Schule den Preis verdient hat und legen ggf. Fotos, CDs, Belegexemplare usw. bei. Bewerbungen können entweder persönlich oder postalisch bei uns eingereicht werden.

Einsendeschluss ist Montag, 17. Juli 2017.

Die Wettbewerbsbeiträge werden nach folgenden Grundsätzen beurteilt: Sie müssen die Ziele des Wettbewerbs – Auseinandersetzung mit der europäischen Integration und mit der europäischen Idee – erfüllen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Kreativität/ Neuartigkeit der Idee gelegt

Die Preisverleihung findet zu Beginn des nächsten Schuljahres auf Schloss Ehrenburg statt.

Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung!

Hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

Teilnahmebedingungen Europa-Preis

Der „Pulse of Europe“ schlägt auch in Coburg

In immer mehr Städten in Deutschland und Europa versammeln sich jeden Sonntag Menschen, um ihre Stimme für ein vereintes Europa zu erheben. Auch in Coburg!

Die erste Demo fand am 26. März statt, rund 300 Menschen kamen auf den Coburger Marktplatz. Sogar Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der auf seinem Weg zu einer Sitzung der Landessynode vorbei kam, hielt spontan eine kurze Rede. Mehr dazu lesen Sie hier.

PulseofEurope23.4.17.jpg
Mit den französischen Farben schickte „Pulse of Europe Coburg“ einen solidarischen Gruß nach Frankreich. Foto: „Pulse of Europe“ Coburg

Am 23. April, dem Tag der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich, kamen wieder rund 100 Bürger zusammen. Es war bereits das vierte Mal, dass die Coburger Gruppe von ‚Pulse of Europe‘ eine Kundgebung auf dem Marktplatz veranstaltete.

„Der europäische Pulsschlag soll allerseits wieder spürbar werden! Ausgehend von einem Torbogen ist der Weg rückwärts die Vergangenheit und der vor uns liegende ist Europas sehr bedeutsame Zukunft“, trägt Rainer Maier, ein Mitorganisator der Gruppe und Moderator der Veranstaltung bei. Rund 100 Menschen hatten sich versammelt, um für ein vereintes, demokratisches Europa einzutreten. Der Initiator Walter Flohrschütz appellierte an die französischen Bürger anlässlich der heutigen Wahl in Frankreich, europafreundlichen Kandidaten ihre Stimmen zu geben.

Ganz nach dem Grundgedanken von ‚Pulse of Europe‘, eine Bürgerinitiative zu sein, nutzten einige Menschen die Gelegenheit am sogenannten „offenen Mikrofon“, ihre Hoffnungen und Ansprüche an ein freiheitliches, weltoffenes und geeintes Europa auszudrücken. Dabei erinnerte Daniel Lochner daran, dass Bürger für Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte in einem gemeinsamen Europa eintreten sollen. „Wir können Einfluss nehmen, wenn wir selbstverantwortlich aufstehen und uns Gehör verschaffen, wie beispielsweise in Polen der Protest zehntausender Frauen ein strenges Abtreibungsverbot verhindert hat.“

Sybill Kolenda hebte in ihrem Beitrag hervor, das Misstrauen vor allem in den südeuropäischen Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit ernst zu nehmen und sieht hier die EU-Politik in der Pflicht, diesem Misstrauen mit differenzierten Maßnahmen entgegenzuwirken. „Besonders die junge Generation möchte ich daran erinnern, dass sie eine Stimme hat, die gehört werden muss“, fügte sie hinzu. Johannes Körner, ehemaliger Professor an der Hochschule Coburg, betonte den Schutz eines heterogen gewachsenen Kulturraums sowie der Würde des Menschen als wichtige Qualitäten des Kontinents, die nicht verhandelbar sind. Gleichzeitig äußerte er seine Sorge um das geliebte Europa, wenn keine Reformen umgesetzt werden, die Kultur, Humanität und Vielfalt anstatt Beschleunigung und Kapitalanhäufung in den Mittelpunkt stellen.

„Die EU steht für Vielfalt und Regionales, ohne dass man sich entscheiden muss“, sagte Kim Moore, die von den Kriegserfahrungen ihrer Uroma erzählte. „Außerdem steht die EU für Frieden. Auch für meine Generation ist der Frieden nicht selbstverständlich. Ich möchte meinen eigenen Urenkeln nicht von Krieg, sondern von unserem Einsatz für Frieden erzählen“, fügte die 25-Jährige hinzu.

Gemeinsam mit dem Sänger Sandro Weich der Coburger Band „HeToldMeTo“ wurde die Europahymne „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven gesungen. Abschließend stellte sich die Menge zusammen und zeigte die Farben der Frankreichflagge in die Höhe, um ein Zeichen der Solidarität nach Frankreich zu senden.

Die Treffen von ‚Pulse of Europe‘ Coburg finden dienstags, 19.30 Uhr im „Münchner Hofbräu“ in Coburg statt, an dem alle interessierten Bürger teilnehmen können. An den Sonntagen, 30. April und 07. Mai, 14:00 Uhr sollen weitere Kundgebungen auf dem Marktplatz stattfinden. Dazu sind alle EU-Befürworter recht herzlich eingeladen.

Text: „Pulse of Europe“ Coburg

Givemesomespace

 

 

Rund 80 Bürgerinnen und Bürgern nahmen die Gelegenheit wahr, mitzureden, ihre Fragen zu stellen und ihre Meinung zu sagen zur Zukunft Europas.

Es ging um den Brexit und die Frage, ob die EU Gefahr läuft, zu zerfallen, um die den europäischen Binnenmarkt, um das Verhältnis zur Türkei und die Flüchtlingsfrage, sowie darum, ob und warum Europa junge Menschen noch begeistert.

Hier der Link zur Magazinsendung von nectv vom 28. Februar 2017 mit einem Beitrag zur Veranstaltung: https://nectv.de/mediathek/nectv-aktuell/

VeranstaltungsplakatBürgerdialogEuropa