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Der 5. Coburger Europa-Preis: Jetzt bewerben!

Die besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet!

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Freuen sich auf vielfältige, kreative und konstruktive Wettbewerbsbeiträge: Rainer Maier (Volkshochschule), Christian Broßmann (IHK zu Coburg), Miriam Hegner (Europe Direct), Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha (Schirmherr). Foto: Wendelin Mark/ Coburger Tageblatt

Der Coburger Europa-Preis wird 2017 bereits zum fünften Mal vom Europe Direct Informationszentrum an der Volkshochschule Coburg Stadt und Land, von der VR-Bank Coburg und der IHK zu Coburg ausgelobt. Schirmherr ist wie in den vergangenen Jahren Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha.

Ab sofort können sich Schulen, Schulklassen, Azubi- und Schülergruppen aus Coburg Stadt und Land und der Region Sonneberg bewerben. Voraussetzung ist, dass sie sich im laufenden Schuljahr aktiv mit der Europäischen Union auseinandersetzen oder auseinandergesetzt haben und so einen Beitrag zur Entwicklung und Förderung eines europäischen Bewusstseins unter den Menschen leisten.

Bei den Wettbewerbsbeiträgen kann es sich zum Beispiel um die Organisation eines Europa-Tags an der Schule handeln, um Austauschprogramme, Schulpartnerschaften, Erasmus+ Projekte, aber auch um selbstgestaltete Kunstwerke, Plakate, Ausstellungen, Hefte, Filme oder andere audiovisuelle Medien, die sich mit Europa, der EU und/oder der europäischen Integration bzw. der europäischen Idee befassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Aus allen eingesandten Wettbewerbsbeiträgen wertet eine Jury die Gewinner-Projekte in zwei Kategorien aus. Es gibt einen Schulpreis und mehrere Klassen-/Gruppenpreise. Der Schulpreis, für den mehrere Projekte/ Beiträge eingereicht werden können, ist mit 750 Euro dotiert. Die Klassen-/ Gruppenpreise sind Erlebnisfahrten und Ausflüge  – z.B. ein Besuch eines BroseBasket-Spiels in Bamberg in der VIP-Lounge, ein Ausflug in den Klettergarten oder zum gemeinsamen Schlittschuhlaufen.

Um teilzunehmen, füllen Schulleiter bzw. Lehrer oder Ausbildungsleiter die Bewerbungsunterlagen aus (siehe unten), verfassen eine kurze inhaltliche Zusammenfassung des Wettbewerbsbeitrages/der Beiträge bzw. bei Bewerbung um Schulpreis zudem einen kurzen Text, warum die Schule den Preis verdient hat und legen ggf. Fotos, CDs, Belegexemplare usw. bei. Bewerbungen können entweder persönlich oder postalisch bei uns eingereicht werden.

Einsendeschluss ist Montag, 17. Juli 2017.

Die Wettbewerbsbeiträge werden nach folgenden Grundsätzen beurteilt: Sie müssen die Ziele des Wettbewerbs – Auseinandersetzung mit der europäischen Integration und mit der europäischen Idee – erfüllen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Kreativität/ Neuartigkeit der Idee gelegt

Die Preisverleihung findet zu Beginn des nächsten Schuljahres auf Schloss Ehrenburg statt.

Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung!

Hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

Bewerbungsformular Europa-Preis

Teilnahmebedingungen Europa-Preis

Der „Pulse of Europe“ schlägt auch in Coburg

In immer mehr Städten in Deutschland und Europa versammeln sich jeden Sonntag Menschen, um ihre Stimme für ein vereintes Europa zu erheben. Auch in Coburg!

Die erste Demo fand am 26. März statt, rund 300 Menschen kamen auf den Coburger Marktplatz. Sogar Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der auf seinem Weg zu einer Sitzung der Landessynode vorbei kam, hielt spontan eine kurze Rede. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Mit den französischen Farben schickte „Pulse of Europe Coburg“ einen solidarischen Gruß nach Frankreich. Foto: „Pulse of Europe“ Coburg

Am 23. April, dem Tag der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich, kamen wieder rund 100 Bürger zusammen. Es war bereits das vierte Mal, dass die Coburger Gruppe von ‚Pulse of Europe‘ eine Kundgebung auf dem Marktplatz veranstaltete.

„Der europäische Pulsschlag soll allerseits wieder spürbar werden! Ausgehend von einem Torbogen ist der Weg rückwärts die Vergangenheit und der vor uns liegende ist Europas sehr bedeutsame Zukunft“, trägt Rainer Maier, ein Mitorganisator der Gruppe und Moderator der Veranstaltung bei. Rund 100 Menschen hatten sich versammelt, um für ein vereintes, demokratisches Europa einzutreten. Der Initiator Walter Flohrschütz appellierte an die französischen Bürger anlässlich der heutigen Wahl in Frankreich, europafreundlichen Kandidaten ihre Stimmen zu geben.

Ganz nach dem Grundgedanken von ‚Pulse of Europe‘, eine Bürgerinitiative zu sein, nutzten einige Menschen die Gelegenheit am sogenannten „offenen Mikrofon“, ihre Hoffnungen und Ansprüche an ein freiheitliches, weltoffenes und geeintes Europa auszudrücken. Dabei erinnerte Daniel Lochner daran, dass Bürger für Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte in einem gemeinsamen Europa eintreten sollen. „Wir können Einfluss nehmen, wenn wir selbstverantwortlich aufstehen und uns Gehör verschaffen, wie beispielsweise in Polen der Protest zehntausender Frauen ein strenges Abtreibungsverbot verhindert hat.“

Sybill Kolenda hebte in ihrem Beitrag hervor, das Misstrauen vor allem in den südeuropäischen Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit ernst zu nehmen und sieht hier die EU-Politik in der Pflicht, diesem Misstrauen mit differenzierten Maßnahmen entgegenzuwirken. „Besonders die junge Generation möchte ich daran erinnern, dass sie eine Stimme hat, die gehört werden muss“, fügte sie hinzu. Johannes Körner, ehemaliger Professor an der Hochschule Coburg, betonte den Schutz eines heterogen gewachsenen Kulturraums sowie der Würde des Menschen als wichtige Qualitäten des Kontinents, die nicht verhandelbar sind. Gleichzeitig äußerte er seine Sorge um das geliebte Europa, wenn keine Reformen umgesetzt werden, die Kultur, Humanität und Vielfalt anstatt Beschleunigung und Kapitalanhäufung in den Mittelpunkt stellen.

„Die EU steht für Vielfalt und Regionales, ohne dass man sich entscheiden muss“, sagte Kim Moore, die von den Kriegserfahrungen ihrer Uroma erzählte. „Außerdem steht die EU für Frieden. Auch für meine Generation ist der Frieden nicht selbstverständlich. Ich möchte meinen eigenen Urenkeln nicht von Krieg, sondern von unserem Einsatz für Frieden erzählen“, fügte die 25-Jährige hinzu.

Gemeinsam mit dem Sänger Sandro Weich der Coburger Band „HeToldMeTo“ wurde die Europahymne „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven gesungen. Abschließend stellte sich die Menge zusammen und zeigte die Farben der Frankreichflagge in die Höhe, um ein Zeichen der Solidarität nach Frankreich zu senden.

Die Treffen von ‚Pulse of Europe‘ Coburg finden dienstags, 19.30 Uhr im „Münchner Hofbräu“ in Coburg statt, an dem alle interessierten Bürger teilnehmen können. An den Sonntagen, 30. April und 07. Mai, 14:00 Uhr sollen weitere Kundgebungen auf dem Marktplatz stattfinden. Dazu sind alle EU-Befürworter recht herzlich eingeladen.

Text: „Pulse of Europe“ Coburg

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In Neustadt wurde die Zukunft Europas heiß diskutiert

„Welches Europa wollen wir?“ – Eine brandaktuelle Frage, für deren Diskussion das Auswärtige Amt im Rahmen einer deutschlandweiten Veranstaltungsreihe Staatsminister, Staatssekretäre und weitere hochrangige Diplomaten das Auswärtigen Amts mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenbrachte.

22. Februar 2017 An rund 30 Orten in Deutschland fand diese Veranstaltungsreihe statt – einer davon Neustadt bei Coburg: Auf Initiative von Kanat Akin, Jugendbeauftragtem des Landkreises, und Ihrem Europe Direct Informationszentrum Coburg war es in Zusammenarbeit mit nectv und der Stadt Neustadt gelungen, die Veranstaltungsreihe in die Region zu holen!

Am 22. Februar 2017 wurde deshalb in der kultur.werk.stadt in Neustadt die Frage „Welches Europa wollen wir?“ diskutiert. Rede und Antwort stand Dieter Reinl, viele Jahre als Diplomat im In- und Ausland im Einsatz und aktuell Leiter des Referats „Netzwerk Außenpolitik in Deutschland“ im Auswärtigen Amt. Moderiert wurde die Diskussion von Christine Rebhan von nectv.

 

Rund 80 Bürgerinnen und Bürgern nahmen die Gelegenheit wahr, mitzureden, ihre Fragen zu stellen und ihre Meinung zu sagen zur Zukunft Europas.

Es ging um den Brexit und die Frage, ob die EU Gefahr läuft, zu zerfallen, um die den europäischen Binnenmarkt, um das Verhältnis zur Türkei und die Flüchtlingsfrage, sowie darum, ob und warum Europa junge Menschen noch begeistert.

Hier der Link zur Magazinsendung von nectv vom 28. Februar 2017 mit einem Beitrag zur Veranstaltung: https://nectv.de/mediathek/nectv-aktuell/

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Broschüre „Europa in Coburg“ druckfrisch erhältlich!

15. Dezember 2016 Coburg liegt mitten in Europa. Doch nicht nur deshalb ist die EU näher als man denkt:  Es gibt jede Menge lokale und regionale Projekte und Initiativen, die einen direkten Bezug zu Europa und der EU haben! Die Broschüre „Europa in Coburg“, eine Veröffentlichung Ihres Europe Direct Informationszentrums, begibt sich auf Spurensuche und deckt auf, wo und wie viel Europa in Stadt und Landkreis steckt.

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Die komplett überarbeitete Neuauflage der 2013 erstmals erschienenen Publikation informiert auf 28 Seiten unter anderem über hiesige Infrastrukturprojekte, die durch EU-Gelder gefördert wurden und werden, wie etwa den Goldbergsee als Hochwasserrückhaltebecken und Naherholungsgebiet oder den geplanten Umbau des ehemaligen Schwimmbads in Witzmannsberg zum Kulturzentrum. Auch Schul-, Kultur-, Forschungs- und Bildungs-Projekte, die die EU vor Ort ermöglicht, werden anschaulich erklärt.

Ferner geht es um den historischen Bezug Coburgs zu Europa, sowie um die aktuellen Verdienste der Stadt um die europäische Einigung, die sich zum Beispiel in den Städte- und Gemeindepartnerschaften der Stadt Coburg und der Städte und Gemeinden im Landkreis zeigen, oder in den zahlreichen Schulprojekten, Schulpartnerschaften und Schüleraustauschen. Ausgezeichnet wurde die Stadt für ihre Verdienste erst jüngst mit der Ehrenplakette des Europarats!

Auch die Vorteile des europäischen Binnenmarkts für die hiesige Wirtschaft werden thematisiert, die Vorteile für Verbraucher vor Ort durch EU-Gütesiegel, die grenzübergreifende Zusammenarbeit der Polizei in Oberfranken mit der im angrenzenden Tschechien und selbstverständlich die Aktivitäten Ihres Europe Direct Informationszentrums!

Erhältlich ist die Broschüre kostenfrei in Ihrem Europe Direct Informationszentrum; als pdf herunterladen können Sie sie hier.

EU-Agrarpolitik wurde rege diskutiert

7. November 2016 Welche Auswirkungen könnte TTIP auf die Landwirtschaft haben? Welche Unterschiede gibt es zwischen TTIP und CETA? Wie geht es weiter mit der EU-Agrarpolitik nach 2020? Wie könnte sich der Austritt des Vereinigten Königreichs auf die Agrarpolitik der EU auswirken? Diese und viele weitere Fragen kamen beim Agrarpolitischen Diskussionsabend des Kreisberatungsausschusses der hiesigen Landwirtschaftsverbände, der in diesem Jahr mit Unterstützung des Europe Direct Informationszentrums Coburg veranstaltet wurde, aufs Tapet. Mehr dazu hier.

Info-Veranstaltung „Nach der Schule ins Ausland“ für Schülerinnen und Schüler der elften Klassen: Knapp 200 Teilnehmer

13. Oktober 2016 Welche Möglichkeiten es für junge Leute konkret gibt, nach der Schule Zeit im Ausland zu verbringen, darüber informierte unsere Info-Veranstaltung „Nach der Schule ins Ausland“ Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe der Coburger Gymnasien. Knapp 200 Schülerinnen und Schüler nahmen das Angebot wahr. Mehr dazu hier.

Feierliche Verleihung des Coburger Europapreises für Schulen
und der Ehrenplakette des Europarats an die Stadt Coburg

29. September 2016 Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Riesensaal von Schloss Ehrenburg wurde der Coburger Europapreis zum inzwischen vierten Mal an Coburger Schülerinnen und Schüler verliehen. Im Rahmen dieser inzwischen fast schon traditionellen Verleihung des Coburger Europapreises wurde in diesem Jahr auch die Ehrenplakette des Europarats an die Stadt Coburg übergeben. Der Europarat zeichnet hiermit Städte aus, die sich in besonderem Maße um die europäische Idee verdient gemacht haben. Mehr dazu hier.

Presseserie „Europa an Coburgs Schulen“

Für unsere Presseserie „Europa an Coburgs Schulen“ haben wir uns von Schülern und Lehrern deren Europa-Projekte vorstellen lassen; die Artikel sind im Coburger Tageblatt erschienen. Nachzulesen gibt es alle fünf Beiträge unter folgenden Links:

Teil 1: Die Klasse 6d der CO II und ihre erfolgreiche Suche nach „Europa in Coburg“

Teil 2: Der Studientag des Gymnasiums Albertinum zum Thema „Europa und die Flüchtlinge“ mit allen Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 11

Teil 3: Viertklässler aus Dörfles-Esbach verbrachten zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus Sokolov in Tschechien eine Woche im Schullandheim.

Teil 4: Das Schülerzeitungsteam des Casimirianums und ihre Europa-Spezialausgabe

Teil 5: Schüleraustausch des Gymnasiums Casimirianum: Seit 40 Jahren nach Niort, seit 4 Jahren nach Aranjuez in Spanien 

Coburger Briten schockiert über Referendums-Ergebnis

Mit dem Ergebnis des britischen EU-Referendums hatte kaum jemand ernsthaft gerechnet – auch nicht Karen Adam-Bohley, Nick Barton und Paul Jenkinson, drei Briten, die seit vielen Jahren in Coburg beziehungsweise dem Landkreis leben. Wir hatten sie bereits vor dem Referendum zur Gesprächsrunde in den „British Corner“ eingeladen – nach der Abstimmung trafen wir sie wieder.

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„Ich war schockiert über das Ergebnis“, sagt Paul Jenkinson.

„Ich war schockiert“, beschreibt Paul Jenkinson seinen Gemütszustand vom Morgen des 24. Juni, als die Ergebnisse des Referendums über die Nachrichtenticker liefen. „Ich auch“, stimmt Nick Barton zu. „Ich war baff. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet.“ Karen Adam-Bohley erzählt, sie sei sehr früh aufgewacht und habe zum Handy gegriffen. „Es wird schon „Remain“ rausgekommen sein“, erinnert sie sich an ihren ersten Gedanken. „Dann hab ich die ersten Meldungen gesehen und bin sofort aufgestanden – dazu musste ich mehr erfahren.“

Sie alle können die Entscheidung nicht verstehen. „Ich habe mit meinem Bruder telefoniert, der für den Brexit gestimmt hat. Ich habe gefragt: Was gefällt dir denn nicht? Es haben doch alle ein Auto, ein Haus, ein bequemes Leben“, sagt Paul Jenkinson. „Ich bin froh sagen zu können, dass meine ganze Familie gegen den Brexit gestimmt hat“, ergänzt Nick Barton.

Selbst durften die drei nicht abstimmen – weil sie bereits zu lange nicht mehr in Großbritannien leben. „Wenn alle im Ausland lebenden Briten hätten abstimmen dürfen, dann wäre es nicht zum Brexit gekommen“, sind sich die drei sicher.

Sorgen machen Nick Barton die Nachrichten zu Angriffen auf Ausländer in Großbritannien. „Da werden Leute verprügelt, die seit Jahren in London leben, arbeiten und Steuern zahlen. Das klingt sehr nach Deutschland 1932.“ Mit der EU fehle in Zukunft ein wichtiges Bollwerk gegen Extremismus, ist er sich sicher. Auf die treibenden Kräfte, die auf das Referendum und die Entscheidung hingearbeitet haben, ist er richtig sauer.

„Ich hoffe, dass Cameron für diese Tat zur Verantwortung gezogen wird. Jeder Bankräuber kommt in den Knast. Cameron hat einen wirtschaftlich viel höheren Schaden angerichtet“, findet Barton. Mit seinem Rücktritt mache Cameron es sich jetzt sehr leicht.

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„Wir brauchen ein zweites Referendum. Das würde hunderprozentig anders ausgehen“, sagt Nick Barton.

Akzeptieren kann er den Brexit nicht. „Das war keine Abstimmung gegen die EU, sondern gegen die etablierten Politiker.“ Das Ergebnis sei auch deshalb zustande gekommen, weil die Menschen den populistischen Parolen der Brexit-Kampagne und der Boulevard-Blätter wie „The Sun“ auf den Leim gegangen seien. „Die Leute wurden verarscht. Das haben Farage und Co ja inzwischen zugegeben.“

Eine der zentralen Forderungen von Brexit-Unterstützer Nigel Farage war es, die 350 Millionen Pfund, die Großbritannien angeblich pro Woche an die EU zahle, lieber ins Gesundheitssystem zu investieren.  Kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses hatte er zugegeben, dass diese Zahl nicht stimme. Auch in Sachen Immigration könne man die gegebenen Versprechen nicht garantieren.

„Die größten Argumente für den Brexit sind in sich zusammengebrochen. Die Kampagne war auf Lügen aufgebaut, das hat sich jetzt gezeigt. Deswegen brauchen wir ein zweites Referendum“, so Barton. „Ich bin mir sicher, das würde ganz anders ausgehen. Was auf dem Spiel steht ist einfach zu wichtig, um dieses Ergebnis so stehen zu lassen.“ Auch Paul Jenkinson befürwortet eine zweite Abstimmung.

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„Das war eine basisdemokratische Entscheidung, die man akzeptieren muss“, sagt Karen Adam-Bohley.

Karen Adam-Bohley sieht das anders. „Das ist eine basisdemokratische Entscheidung, die man akzeptieren muss“, sagt Adam-Bohley. „Das Leben geht weiter. Jetzt sollten möglichst bald alle offenen Fragen geklärt werden, und die Entscheidung umgesetzt werden. Man kann doch jetzt nicht sagen ,Ich hab’s nicht so gemeint, das war nur aus Protest`. Natürlich tun mir die jungen Leute leid, die jetzt mit den Folgen des Brexits leben müssen. Aber auf der anderen Seite sind zwei Drittel der unter 25-Jährigen nicht zur Wahl gegangen. Wenn man was bewegen will, muss man sich halt beteiligen. Man kann doch nicht so oft abstimmen, bis einem das Ergebnis passt.“

Adam-Bohley will auch das Argument der Missinformation nicht gelten lassen. „Jeder erwachsene Mensch kann sich informieren, kann Zeitung lesen und im Internet recherchieren.  Man kann nicht sagen ,Oh, ich hab das alles nicht gewusst`.“

Für sie selbst ändere die Entscheidung nicht viel, sagt Adam-Bohley. „Ich habe mich gefreut zu sehen, dass Schottland für den Verbleib in der EU gestimmt hat“, sagt Adam-Bohley, die ürsprünglich aus Schottland kommt. Ihre Meinung zur Abspaltung Schottlands von Großbritannien hat das trotzdem nicht geändert. „Mini-Länder zu schaffen, davon halte ich nach wie vor nichts. Auch wenn Schottland dann nicht mekr in der EU ist, bin ich für den Verbleibt im UK.“

Alle drei der Coburger Briten sind mit Deutschen verheiratet und müssen sich um Themen wie Aufenthalts- und Arbeitsrecht keine Sorgen machen. Barton sagt trotzdem: „Wenn es wirklich zum Brexit kommt, beantrage ich die deutsche Staatsbürgerschaft.“

Gesprächsrunde „Brexit“:
Coburger Briten zum EU-Referendum Großbritanniens

17. Juni 2016 Der Tag, an dem die Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens über den Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union abstimmen, rückt näher. Entscheidet sich eine Mehrheit für den Austritt, wäre das Königreich das erste Land in der Geschichte der EU, das diesen Schritt geht. Was dies für Großbritannien, die Briten und Europa bedeuten könnte und wie sie selbst die Situation erleben, dazu wollten wir Britinnen und Briten, die in Coburg und Umgebung leben, zu Wort kommen lassen.

Wir luden deshalb mit Karen Adam-Bohley, Nicholas Barton und Paul Jenkinson drei Briten, die ursprünglich aus verschiedenen Landesteilen des Vereinigten Königreichs kommen, inzwischen allerdings schon viele Jahre in Coburg und Umgebung leben, zu einer Gesprächsrunde zum anstehenden EU-Referendum Großbritanniens ein. Auch die Coburger Medien folgten der Einladung gern und nutzten die Gelegenheit für Fragen, Fotos, Bild- und Tonaufzeichnungen.

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Lebhafte Diskussion: Karen Adam-Bohley, Paul Jenkinson und Nicholas Barton (von links). Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

Den stimmigen Rahmen für das Gespräch bildete das „British Corner“ ein kleines Ladengeschäft mit Café in der Coburger Innenstadt, das sich ganz dem typisch-britischen Stil widmet. Inhaberin Birgit Eibl selbst sieht einen möglichen Brexit kritisch. „Das United Kingdom ist bei den Deutschen beliebt. Im Fall eines Brexits könnte diese Beliebtheit leiden.“ Auch Waren aus Großbritannien könnten teurer werden, wenn nach einem EU-Austritt möglicherweise Importzölle anfallen. „Dann entscheiden sich die Kunden vielleicht nicht mehr unbedingt für britische Erzeugnisse.“

„Ich habe den Eindruck, die Berichterstattung in vielen britischen Medien im Vorfeld des Referendums ist einseitig und unvollständig“, sagt Paul Jenkinson. „Da heißt es zum Beispiel, die EU kostet Großbritannien soundsoviel Geld pro Tag. Es wird aber nicht gesagt, wie viel Geld wieder von der EU nach Großbritannien fließt, oder dass der Verteidigungsetat um ein Vielfaches höher ist.“

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Paul Jenkinson, Ulrike Nauer vom Coburger Tageblatt und Birgit Eibl, Inhaberin des „British Corner“ (von links) im Gespräch. Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

Alle drei verfolgen die Debatte um den möglichen Brexit aufmerksam in den Medien. „Das ist ja heutzutage dank Internet viel leichter möglich als früher“, so Nicholas Barton. Er hört sich gerne Podcasts der BBC zum Thema an; Karen Adam-Bohley besucht regelmäßig die Online-Portale von The Guardian und The Independent. „Ich diskutiere auch viel mit meinem Bruder“, erzählt sie. „Er lebt in London, ist konservativ eingestellt und für den Brexit.“

Sie selbst ist dagegen. „Ich komme ursprünglich aus Sterling, und wann immer ich in meiner schottischen Heimat bin, sehe ich so oft diese Schilder, die zeigen, dass eine Straße, Brücke oder ein Gebäude mit Unterstützung der EU gebaut oder saniert wurde. Ich denke, die EU ist für Schottland gut, aber auch für Nordengland, für viele Gegenden, die infrastrukturell noch nicht so gut entwickelt sind.“

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Eine Tasse Tee durfte bei nasskaltem britischen Wetter nicht fehlen. Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

Das sieht Barton, der aus Liverpool in Nordengland stammt, ähnlich. „Die EU verteilt das Geld fairer als es die Regierung in London tut oder nach einem Brexit tun würde. Liverpool war eine schreckliche, hässliche Stadt als meine Eltern sie in den 70ern verlassen haben. Inzwischen hat sich dank EU da so viel getan. Früher hätte ich niemandem empfohlen, dorthin zu fahren. Heute kann ich das guten Gewissens tun.“

Für die nationalen Bestrebungen, die momentan vielerorts in Europa zu beobachten sind, hat er kein Verständnis. „Vor zwanzig, dreißig Jahren hatte ich gedacht, wir würden heute schon viel weiter sein mit der europäischen Integration. Dass es keine nationalen Pässe mehr geben würde und dass wir nur noch EU-Bürger sein würden.“

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Klare Meinung: Nicholas Barton. Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

„Also ich bin gerne Engländer, ich möchte meinen Pass behalten“, wirft Jenkinson ein. „Ich bin auch gerne Engländer“, so Barton. „Ich bin auch sehr gerne Schottin“, sagt Adam-Bohley. „Aber ich bin auch sehr gerne Britin und sehr gerne Europäerin und ich lebe sehr gern in Deutschland. Ich sehe darin keinen Widerspruch.“ Ob Schottland nach einem Brexit einen neuen Anlauf für die Unabhängigkeit nehmen wird? „Ich hoffe nicht“, so Adam-Bohley. „Ich bin nicht für mehr Grenzen und mehr Kleinstaaterei, sondern für weniger.“

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Einen stimmigen Rahmen bildete das „British Corner“ in der Coburger Innenstadt. Foto: Helge Jost Kienel/ vhs

Freizügigkeit und offene Grenzen in Europa sieht sie als großen Vorteil. „Die Frage ist ja auch, was mit Briten wird, die momentan als EU-Bürger im EU-Ausland leben und was mit EU-Ausländern, die in Großbritannien leben. Für die wird es ja viel aufwändiger, Arbeitserlaubnis und so weiter. Was passiert in Großbritannien, wenn all die Menschen aus anderen EU-Ländern, die im Service arbeiten, gehen müssen?“

Selbst dürfen die drei übrigens nicht über den „Brexit“ abstimmen. „Nach sieben Jahren im Ausland darf man als Brite nicht mehr in Großbritannien wählen“, erklärt Barton. Für dieses Referendum sei die Frist sogar auf 15 Jahre erhöht worden, so Adam-Bohley – allerdings leben alle drei schon länger in Deutschland.

Den Ausgang des Referendums erwarten sie mit Spannung. „Ich bleibe wach und verfolge die Ergebnisse der Auszählung live“, sagt Jenkinson. Dass es einen Brexit tatsächlich geben wird, das glauben die drei eher nicht. „Aber gerade bei den Unentschlossenen könnte die Stimmung noch drehen – wenn es zum Beispiel einen Anschlag geben würde. Das darf nicht passieren,“ so Barton. Auch das Wetter könnte das Abstimmungs-Ergebnis beeinflussen. „Wenn es regnet, bleiben die Unentschlossenen zu Hause.“

Europawoche 2016 : Die EU und wir

Auf Einladung des Europe-Direct-Informationszentrums Coburg widmeten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wirtschaftsenglischkurses an der Coburger Volkshochschule  einen ganzen Vormittag lang Europa und der Europäischen Union.

Nach einem Überblick über die Geschichte der Europäischen Integration und die Funktionsweise der EU wurden unter Leitung von Dozentin Isabel Zosig aktuelle Themen und Herausforderungen erörtert: Flüchtlingskrise, TTIP und Digitalisierung standen ebenso auf der Agenda wie der „Brexit“, der mögliche Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union. Mithilfe von Texten wurden Pro und Contra-Argumente erarbeitet und ein Fazit gezogen.

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Europawoche 2016: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wirtschaftsenglischkurses an der Volkshochschule Coburg diskutierten europapolitische Themen.

Das Ergebnis: Das Vereinigte Königreich sollte in der EU bleiben. Eine Abstimmung über die eigene EU-Mitgliedschaft machte schließlich deutlich: Auch Deutschlands Platz ist in der Mitte der Europäischen Union! So stand der Vormittag ganz im Zeichen des Bekenntnisses zu Europa. Und er  war durch und durch europäisch – diskutiert wurde nämlich auf Englisch.

Startschuss zum 4. Coburger Europa-Preis

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Mitmachen und dabei sein! Schirmherr Hubertus Erbprinz von Sachen-Coburg und Gotha und Miriam Hegner vom Europe-Direct-Informationszentrum laden Schüler und Azubis ein, sich um den Coburger Europapreis zu bewerben. Foto: Dominic Buckreus/Coburger Tageblatt

Die besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet!

19. Februar 2016 Der Coburger Europa-Preis wird 2016 bereits zum vierten Mal vom Europe-Direct-Informationszentrum, von der VR-Bank Coburg und der IHK zu Coburg ausgelobt. Schirmherr ist wie in den vergangenen Jahren Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha.

Ab sofort können sich Schulen, Schulklassen, Azubi- und Schülergruppen aus Coburg Stadt und Land und in der Region Sonneberg bewerben. Voraussetzung ist, dass sie sich im laufenden Schuljahr aktiv mit der Europäischen Union auseinandersetzen oder auseinandergesetzt haben und so einen Beitrag zur Entwicklung und Förderung eines europäischen Bewusstseins unter den Menschen leisten.

Bei den Wettbewerbsbeiträgen kann es sich zum Beispiel um die Organisation eines Europa-Tags an der Schule handeln, um Austauschprogramme, Comenius- oder Leonardo-da-Vinci-Projekte sowie um selbstgestaltete Plakate, Ausstellungen, Hefte, Filme oder andere audiovisuelle Medien, die sich mit Europa, der EU und/oder der europäischen Integration bzw. der europäischen Idee befassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Aus allen eingesandten Wettbewerbsbeiträgen wertet eine Jury die Gewinner-Projekte in zwei Kategorien aus. Es gibt einen Schulpreis und mehrere Klassen-/Gruppenpreise. Der Schulpreis, für den mehrere Projekte/ Beiträge eingereicht werden können, ist mit 750 Euro dotiert. Die Klassen-/ Gruppenpreise sind Erlebnisfahrten und Ausflüge  – z.B. ein Besuch eines BroseBasket-Spiels in der VIP-Lounge.

Um teilzunehmen, füllen Schulleiter bzw. Lehrer oder Ausbildungsleiter die Bewerbungsunterlagen aus (siehe unten), verfassen eine kurze inhaltliche Zusammenfassung des Wettbewerbsbeitrages/der Beiträge bzw. bei Bewerbung um Schulpreis zudem einen kurzen Text, warum die Schule den Preis verdient hat.  Bewerbungen können entweder persönlich oder postalisch bei uns eingereicht werden, Einsendeschluss ist Montag, 18. Juli 2016.

Die Wettbewerbsbeiträge werden nach folgenden Grundsätzen beurteilt: Sie müssen die Ziele des Wettbewerbs – Auseinandersetzung mit der europäischen Integration und mit der europäischen Idee – erfüllen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Kreativität/ Neuartigkeit der Idee gelegt

Die Preisverleihung findet zu Beginn des nächsten Schuljahres auf Schloss Ehrenburg statt.

Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung!

Hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

Infoblatt Europa-Preis

Bewerbungsbogen Europa-Preis

Teilnehmebedingungen Europa-Preis

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Der Europe-Direct-Fotokalender zeigt die schönsten Bilder Europas

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18. Dezember 2015 Die Coburger Stadt- und Landkreisbewohner sind nicht nur reiselustig, sondern haben auch ein Auge für gute Motive – das zeigte der Fotowettbewerb, den das Europe-Direct-Informationszentrum Coburg im Sommer ausgerufen hatte, deutlich: „Wir haben richtig beeindruckende Aufnahmen zugeschickt bekommen“, erzählt Miriam Hegner vom Informationszentrum. Eine Auswahl der Einsendungen ist nun als Fotokalender für das kommende Jahr unter dem Titel „Unterwegs in Europa 2016“ erschienen.

Besonderes, Einzigartiges oder Typisches aus Mitgliedsländern der EU sollten die Bilder zeigen. „Sämtliche Bilder sind Beiträge von Bürgerinnen und Bürgern aus der Region“, erklärt Hegner. „Wir waren sehr gespannt, wo sie Urlaub machen und was Sie dort für uns fotografieren würden. Beliebtes Reiseziel sind offensichtlich die Berge – es waren einige sehr schöne Bilder aus den Alpen in Österreich, Italien, Deutschland und Frankreich dabei.“

Natürlich sollte die Bildauswahl für den Kalender aber möglichst abwechslungsreich sein. „Die Fotos für den Kalender auszusuchen war keine leichte Aufgabe. Wir haben einerseits auf die Qualität der Bilder geachtet, aber auch auf die Vielfalt der Motive und darauf, dass Nord und Süd, Ost und West, alte und neue Mitgliedsstaaten der EU vertreten sind.“

Zu sehen gibt es so nun etwa verwinkelte Altstadtgassen in Vrbnik auf der Insel Krk in Kroatien, die einsamen Weiten der schottischen Highlands, den Hafen von Porto oder schneebedeckte Alpentäler im österreichischen Vorarlberg. Ergänzt werden die Bilder jeweils durch kurze informative Texte mit Bezug zum Motiv und zur Europäischen Union, zusammengestellt vom Europe-Direct-Team.

Erhältlich ist der A4-Wandkalender gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro im Europe-Direct-Informationszentrum Coburg in der Löwenstraße 12, Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr, noch bis zum 23. Dezember 2015 und wieder ab dem 7. Januar 2016.

Dörfleser Viertklässler glänzen bei Europa-Rallye

30. November 2015 Bei einer „Europa-Rallye“ quer durchs ganze Schulhaus lösten Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Emil-Fischer-Grundschule verschiedenste Denk- und Geschicklichkeitsaufgaben zum Thema Europa und EU. Dabei hatten die Jungen und Mädchen jede Menge Spaß und die Sieger sich ihre „Europa-Ehrenurkunde“ redlich verdient.

„Eine tolle Sache, die Kinder hatten viel Spaß“, sagt Katharina Josten, Klassenlehrerin der 4b an der Dörfleser Grundschule, die das Europe-Direct-Team mit der Rallye bereits zum wiederholten Male an die Schule eingeladen hatte.

Zum Auftakt sangen die Kinder gemeinsam die Europa-Hymne. Die Klasse 4b hatte sogar einen eigenen Text auf die Melodie von „Freude schöner Götterfunken“ gedichtet. An zehn verschiedenen Stationen mussten die Viertklässler dann unter anderem zeigen, was sie in den vorangegangenen Wochen im Unterricht über die EU gelernt hatten – etwa so viele Mitgliedsländer wie möglich aufzählen, Hauptstädte errätseln oder Länderflaggen in den richtigen Farben ausmalen.

Auch sollten etwa Bilder von Landestypischem wie Pizza, Gouda oder einer Flamenco-Tänzerin den entsprechenden europäischen Nationen zugeordnet werden. Bewegungsspiele wie Sackhüpfen, Dosenwerfen und Luftballon-Balancieren rundeten die Rallye ab.

Aufgeteilt waren die Jungen und Mädchen in Teams zu fünft oder sechst. Jedes Team spielte für ein Land – so traten Tschechien und Frankreich, Italien, Zypern oder Schweden gegeneinander an. Sieger der Dörfleser Europameisterschaft war schließlich das spanische Team, ganz knapp vor dem belgischen.

Die Sieger bekamen zum Abschluss feierlich eine „Europa-Ehrenurkunde“ und einen Preis überreicht. Auch für Platz zwei und drei gab es eine Kleinigkeit. Toll geschlagen hatten sich aber alle Kinder, waren alle mit Eifer und Elan dabei.

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Überraschendes und Hintergründiges zur Griechenlandkrise

Oktober 2015 Auch wenn es momentan etwas stiller geworden ist um die Finanzmisere an der Ägäis heißt das nicht, dass alles geklärt wäre. Die Fragen bleiben: Wie hat sich Griechenland überhaupt in diese Krise hineinmanövriert? Wie wird sich Griechenlands Position in der EU entwickeln? Wie wahrscheinlich ist es, dass die Griechen in absehbarer Zeit finanziell wieder auf die Beine kommen?

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Dr. Sven Leunig. Foto: Privat

Diesen Fragen ging ein Vortrag nach, zu dem das Europe-Direct-Informationszentrum Coburg und die Stadtbücherei Coburg eingeladen hatten. Unter dem Titel „Eine Frage des Vertrauens. Die Griechenlandkrise: Drama, Tragödie oder Neverending Story?“ sprach Dr. Sven Leunig, Politikwissenschaftler an der Uni Jena, am 29. Oktober in der Stadtbücherei. Hier lesen Sie den Bericht dazu.

Im Interview verriet er schon mal vorab, warum sich zurzeit Schlangen vor den griechischen TÜV-Stellen bilden und welches Land in den letzten Jahren mehr Schulden gemacht hat als Griechenland.

Griechenland scheint momentan kein so heißes Thema mehr in Politik und Medien zu sein. Sind die Probleme also gelöst?

Dr. Sven Leunig: Nein, natürlich nicht. Die geringere Aufmerksamkeit liegt nur daran, dass das dritte Hilfspaket im Moment recht geräuschlos läuft. Das heißt, dass die griechische Regierung ihre Auflagen – im Wesentlichen Einsparungen und Privatisierungen – nach Ansicht der Gläubiger offenbar ordnungsgemäß erfüllt und dementsprechend auch die zugesagten Kredittranchen ausgezahlt werden. Die Frage, wie es der griechischen Regierung unter diesen Auflagen gelingen soll, die Wirtschaft des Landes zu stimulieren und die Menschen zu größerer Steuerehrlichkeit zu bewegen, bleibt natürlich völlig ungelöst.

Was passiert denn eigentlich gerade in Griechenland?

Wie gesagt, man ist dabei, die Auflagen der Gläubiger, also IWF, Euroländer und EZB, in Gesetze zu fassen. Das fängt beim Streichen der Steuererleichterungen für die Ägäis-Inseln an, die ja die touristische Haupteinnahmequelle des Landes darstellen und hört bei erhöhten Bußgeldern für nicht eingehaltene TÜV-Termine auf – was gegenwärtig zu recht langen Schlangen vor den TÜV-Stellen führt…

Kann man schon absehen, wie es weitergeht?

Nun, man wird versuchen, mit all diesen Maßnahmen die Haushaltslage zu stabilisieren, was vordergründig sicherlich auch funktionieren kann, da die Ausgaben massiv gesenkt und Gebühren wie Steuern deutlich erhöht werden. Ob dies allerdings zu dauerhaftem Wachstum führt, das letztlich die Hauptbedingung für stetig wachsende Steuereinnahmen ist, muss wohl vorsichtig bezweifelt werden.

Sie haben intensiv zur Griechenlandkrise und den Hintergründen recherchiert. Gab’s dabei Überraschungen?

Durchaus. Die erste Überraschung war, dass die griechische Schuldensumme prozentual gesehen in den letzten fünf Jahren deutlich weniger stark gestiegen ist als etwa die Spaniens. Sie ist, nach einem „Knick“ durch den begrenzten Schuldenschnitt 2012, sogar mehr oder weniger stabil geblieben. Das erklärt sich dadurch, dass große Teile der beiden letzten Hilfsprogramme dazu dienten, alte Schulden aus den jeweils vorangegangenen Programmen zu tilgen. Wie das genau funktioniert und welche Überraschungen sich bei meinen Recherchen noch ergeben haben, erkläre ich dann in meinem Vortrag.

Info-Veranstaltung “Nach der Schule ins Ausland

IMG_20151012_165615b12. Oktober 2015 In welchen Studiengängen lassen sich Auslandssemester gut integrieren? Welche Aufgaben kommen beim Europäischen Freiwilligendienst auf mich zu? Was muss ich beachten, wenn ich ein Praktikum im Ausland machen will?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen Schülerinnen und Schüler der elften Klassen bei der Info-Veranstaltung „Nach der Schule ins Ausland“. Eingeladen hatten das Europe-Direct- Informationszentrum Coburg und das Bildungsbüro der Stadt Coburg.

Vier verschiedene Workshops wurde angeboten; zu den Themen „Jobs und Praktika im Ausland”, „Studieren im Ausland”, „Europäischer Freiwilligendienst” und „Au Pair”. Geleitet wurden die Workshops jeweils von fachkundigen Referentinnen von der Hochschule Coburg, dem Eurodesk-Netzwerk, dem Europeer-Netzwerk und dem bundesweiten Au Pair-Verband.

In ihren Workshops vermittelten die Referentinnen bei einem Vortrag Grundsätzliches und beantworteten im Anschluss Fragen der jungen Zuhörer. Zudem konnten sich die Teilnehmer mit Informationsmaterial in Form von Broschüren und Merkblättern eindecken. Knapp 200 Schülerinnen und Schüler der Coburger Gymnasien nahmen das Angebot wahr.

 

Reisen in der EU – Tipps von Ihrem Europe-Direct-Team

Juli/August 2015 Europa hat viel zu bieten: Küsten, Berge, Wälder, Flüsse und Seen, spannende Städte und wunderschöne Dörfer, Feste, Spezialitäten, Kunstwerke – wer in Europa unterwegs ist, bekommt jede Menge zu sehen. Dazu kommen viele weitere Vorteile: keine Kontrollen an den meisten Grenzen, keine Sorgen um Gültigkeit von Führerschein oder Krankenversicherung – und in den meisten EU-Ländern fällt sogar der Geldumtausch weg! Damit Sie auch sonst Ihren Urlaub innerhalb der EU so richtig genießen können, hat Ihnen Ihr Team von Europe-Direct Coburg hier Reisetipps und nützliche Links zusammengestellt.

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Fernweh? In einem der 28-Länder finden Sie bestimmt, was Sie suchen. Foto: Miriam Hegner/Europe-Direct

Grenzen: Als EU-Bürger/-in brauchen Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass nicht vorzuzeigen, wenn Sie innerhalb des Schengen-Raums von einem Land in ein anderes reisen – dabei haben sollte man gültige Ausweispapiere natürlich trotzdem immer. Zum Schengen-Raum gehören 22 EU-Länder, darunter alle an Deutschland grenzenden Länder. Nach wie vor vorzeigen müssen Sie einen Pass oder Ausweis, wenn Sie etwa nach Großbritannien, Kroatien oder Irland reisen. Hier finden Sie eine vollständige Liste der Schengen-Länder.

Geld: Der Euro gilt in 18 EU-Ländern, darunter in unseren Nachländern Frankreich, Österreich und den Benelux-Staaten, sowie in den beliebten Urlaubsländern Italien und Spanien. Tauschen müssen Sie aber zum Beispiel immer noch bei einer Reise nach Dänemark, Großbritannien, Polen oder Tschechien.

Wie viel Geld man bei seinem Urlaub in der EU ausgibt, kommt auch darauf an, wohin man verreist. Besonders günstig urlaubt man in Bulgarien: Hotels und Restaurant sind hier im Schnitt nur etwa halb so teuer wie in Deutschland. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Auch in Ungarn und Rumänien ist Reisen ziemlich günstig, und auch in Griechenland, Spanien oder Portugal bekommt man mehr für sein Geld als ins Deutschland. Besonders teuer ist es dagegen in Dänemark oder Schweden: Bis zu 40 Prozent mehr als in Deutschland kosten Restaurants und Hotels dort.

Krankenversicherung: Als EU-Bürger/-in haben Sie im Urlaub bei plötzlicher Krankheit oder einem Unfall in jedem EU-Land denselben Anspruch auf medizinische Behandlung wie Personen, die in dem betreffenden Land versichert sind. Die Europäische Krankenversicherungskarte sollten Sie immer dabei haben – sie ist inzwischen im Regelfall auf der Rückseite Ihrer deutschen Krankenkassenkarte aufgedruckt. Mehr zum Thema Krankenversicherung finden Sie hier.

Notfall: Die 112 ist die einheitliche europäische Notrufnummer – gebührenfrei in jedem EU-Land, egal ob Festnetz oder Handy.

Einfuhrbeschränkungen/Zoll: Für den persönlichen Bedarf können Waren jederzeit aus EU-Ländern nach Deutschland mitgebracht werden. Mehr zum Thema Steuern und Zölle gibt es hier.

Eine Broschüre mit vielen kompakten Hinweisen zum Thema Reisen in der EU können Sie hier herunterladen, viele weitere Informationen zum Thema finden Sie auch hier.

Englischsprache Reise- und Ausflugstipps zum Schmökern gibt es hier.


Wirtschaftsschule spendet Europapreisgeld für Flüchtlinge

29. Juli 2015 Die Wirtschaftsschule hatte den Coburger Europapreis (ausgerichtet von Europe-Direct Coburg, VR-Bank Coburg und IHK zu Coburg) gewonnen. Den Gewinn spendete sie nun für Flüchtlinge, die momentan in Coburg untergebracht sind. Den vollständigen Artikel des Coburger Tageblatts lesen Sie hier.

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Fotowettbewerb

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Presseserie „Europa in Coburgs Schulen“

Juli 2015 Europa-Projekte an Coburgs Schulen stellten wir im Rahmen einer Artikelserie in der Coburger Neuen Presse der Öffentlichkeit vor. Franziska Bartl berichtete hier über die Wirtschaftsschule, die Grundschule Creidlitz, die Realschule Coburg I und die Berufsschule II. Durch Klicken auf die Vorschaubilder werden die Artikel in lesbarer Größe dargestellt.

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