EU fördert innovative Projektideen sieben deutscher Unternehmen

Projektideen von sieben kleinen und mittleren Unternehmen aus Halle (Saale), Wiernsheim, Karlsruhe, Ingolstadt, Saarbrücken, Hamburg und Herscheid wurden in der aktuellen Verfahrensrunde der EU-Forschungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen ausgewählt. Für diese Phase des so genannten KMU-Instruments erhalten die Unternehmen für Projekte aus den Bereichen Verkehrstechnik, Energie und IT je 50.000 Euro und können damit ihre Projektideen zu einem Konzept weiterentwickeln.

Bei den erfolgreichen Bewerbungen für die Phase 1 der Forschungsförderung für KMU insgesamt liegen deutsche KMU auf Platz vier (142 KMU) hinter Spanien (455 KMU), Italien (401 KMU) und Großbritannien (270 KMU). Dies geht aus den Angaben hervor, die die EU-Kommission heute (Donnerstag) zum Ergebnis der aktuellen Verfahrensrunde für das KMU-Instrument, Phase 1, bekanntgegeben hat. Für die in dieser Verfahrensrunde ausgewählten 129 Unternehmen aus 25 Ländern stehen 6,4 Mio. Euro zur Verfügung. Die meisten erfolgreichen Anträge stammen aus dem Bereich der Informationstechnologie (30 Projekte).

Mit etwa 3 Milliarden Euro über sieben Jahre gehört das KMU-Instrument zu den größeren Instrumenten des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020. Mit Hilfe des Instruments können KMU konkrete Ideen zur Marktreife entwickeln. Es vereint schnelle Förderentscheidungen mit weitgehend themenoffener Förderung. Die Förderung erfolgt phasenweise entlang des Innovationszyklus und gliedert sich in drei Phasen:

•Machbarkeit – Von der Idee zum Konzept (Phase 1)

•Umsetzung – Vom Konzept zur Marktreife (Phase 2) und

•Markteinführung – Kommerzialisierung (Phase 3).

Am KMU-Instrument teilnehmen dürfen nur einzelne gewinnorientierte KMU sowie Konsortien aus gewinnorientierten KMU, die alle in Europäischen Mitgliedstaaten oder in einem mit Horizont 2020 assoziierten Land niedergelassen sein müssen. Weitere Einrichtungen wie beispielsweise Industrieunternehmen oder Universitäten können als Dritte, üblicherweise als Unterauftragnehmer, eingebunden werden.

In der Phase 1 wird eine Machbarkeits- oder Durchführbarkeitsstudie mit einer Dauer von rund sechs Monaten pauschal mit 50.000 Euro gefördert. Das Ziel in Phase 1 ist eine Bewertung des Projektvorschlags. Im Fokus dieser Machbarkeitsstudie steht die kommerzielle Umsetzung. Das Ergebnis von Phase 1 soll ein konkreter Businessplan sein, der eine Bewerbung für Phase 2 ermöglicht. Begleitet wird Phase 1 durch Coaching- und Unterstützungsmaßnahmen von bis zu drei Tagen.

Der nächste Stichtag für Phase 1 des KMU-Instruments ist der 6. September.

Information u.a. zum Programmbereich „Innovation in KMU“ gibt die Nationale Kontaktstelle für kleine und mittlere Unternehmen (NKS KMU).

Weitere Informationen:

Horizon 2020 News Alert: Latest SME Instrument results: EU to invest € 6.4 million in 129 innovative businesses

Die Nationale Kontaktstelle für kleine und mittlere Unternehmen

Nach Trump-Entscheidung: EU-Kommission steht entschlossener denn je hinter Pariser Abkommen

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klima- und Energiepolitik, hat die Entschlossenheit der EU bekräftigt, das Pariser Klimaschutzabkommen umzusetzen und mit bestehenden und neuen Partnern Allianzen im Kampf gegen den Klimawandel zu schmieden. Die Europäische Union bedauere die unilaterale Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump zutiefst, die USA aus der historischen Vereinbarung zurückzuziehen. Dies sei ein trauriger Tag für die Weltgemeinschaft. Jedoch: „Das Pariser Abkommen wird Bestand haben. Die Welt kann für eine globale Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel weiterhin auf Europa zählen. Europa wird Führung übernehmen, durch ehrgeizige Klimapolitik und durch die weitere Unterstützung der Ärmsten und Verwundbarsten“, erklärte Arias Cañete.

In einem gemeinsamen Statement bekräftigten zudem die Europäische Union und die Afrikanische Union ihre Entschlossenheit zur vollen Umsetzung des Abkommens. Vor der nächsten Welt-Klimakonferenz, der COP23 im November in Bonn, wollen beide Partner gemeinsam am Arbeitsprogramm zur Umsetzung der Pariser Vereinbarung arbeiten. „Die Europäische Union und die Afrikanische Union bekräftigen ihr Engagement, die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit von Mensch und Tier und die natürlichen Ökosysteme sowie andere soziale und ökonomische Auswirkungen anzugehen, die unsere Entwicklung als globale Gemeinschaft bedrohen“, so beide Organisationen.

Arias Cañete verteidigte das Pariser Abkommen, das fast 200 Länder in einer nie dagewesenen multilateralen Partnerschaft zusammengebracht habe. „Die Pariser Vereinbarung ist zweckdienlich. Paris ist ehrgeizig, aber nicht präskriptiv. Das Pariser Abkommen erlaubt es jeder Partei, ihren eigenen Weg zu schaffen, um zur Verhinderung des gefährlichen Klimawandels beizutragen. Es gibt auch den USA Raum, ihren eigenen Kurs innerhalb der Pariser Vereinbarung einzuschlagen.“ Die EU werde bestehende Partnerschaften stärken und neue Allianzen eingehen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Zu den Partnern gehörten auch US-Firmen sowie amerikanische Bürgerinnen und Bürger und Städte, die sich zum Abkommen bekannt haben. „Wir sind auf der richtigen Seite der Geschichte“, so Arias Cañete.

EU-Kommissionsvizepräsident Maroš Šefčovič wird in der kommenden Woche für zwei Ministertreffen nach China reisen, bei denen die Innovation im Bereich der sauberen Energien im Mittelpunkt steht. Er wird dort auch über die Rolle sprechen, die Städte und lokale Regierungen beim Kampf gegen den Klimawandel spielen können. „Die weltweite Energiewende findet statt und ist unumkehrbar“, erklärte er im Vorfeld der Reise. „Das Pariser Abkommen ist ein beispielloser Erfolg multilateraler Partnerschaften zwischen Ländern der ganzen Welt.“

Weitere Informationen:

Erklärung von EU-Kommissar Miguel Arias Cañete

Gemeinsame Erklärung von Europäischer Union und Afrikanischer Union

Meldung vom 01.06.: Juncker in Berlin: EU steht zu Weltklimaabkommen

DAILY NEWS vom 02.06.2017 zur Reise von Maroš Šefčovič

 

Text: Presseservice der EU-Kommission

Juncker in Berlin: EU steht zu Weltklimaabkommen

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat in Berlin das Bekenntnis der Europäischen Union zum Pariser Klimaschutzabkommen bekräftigt und den US-Präsidenten daran erinnert, dass ein Ausstieg aus dem internationalen Vertrag nicht so einfach wäre. „Das Klimaabkommen besagt: Es braucht drei, vier Jahre, nachdem dieses Abkommen im November 2016 in Kraft getreten ist, um aus diesem Abkommen auszusteigen“, sagte Juncker am Mittwochabend bei einer Diskussionsveranstaltung mit 300 jungen Menschen bei der Schwarzkopf-Stiftung und der Arbeitgeber-Bundesvereinigung BDA. Ähnlich äußerte er sich auch beim WDR Europaforum am Donnerstag.  Juncker traf in Berlin auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu politischen Gesprächen über die Zukunft der Europäischen Union.

 „Wir müssen die Dinge so in den Griff kriegen, dass wir auch auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten von Amerika reden können. Ich bin ein Transatlantiker. Aber wenn der amerikanische Präsident in den nächsten Stunden oder Tagen sagen würde, dass er aus dem Pariser Abkommen aussteigt, dann ist es die Pflicht Europas zu sagen: so geht das nicht. Da geht es nicht nur um die Zukunft der europäischen Menschheit, es geht vor allem um die Zukunft der Menschen anderenorts. 83 Länder laufen Gefahr von der Erdoberfläche zu verschwinden, wenn wir nicht resolut den Kampf gegen den Klimawandel in die Wege leiten“, sagte Juncker am Mittwochabend. „Gesetz ist Gesetz. Und daran müssen sich alle halten. Nicht alles, was Gesetz ist, und nicht alles, was in internationalen Vereinbarungen steht, ist fake news. Daran ist sich zu halten.“

Im Gespräch mit jungen Menschen betonte Juncker die Zukunftschancen der Europäischen Union. „Es gibt Trump, und es gibt Brexit, und dies hat dazu beigetragen, dass viele sich neu überlegt haben, wieso und weshalb wir die Europäische Union, den europäischen Zusammenschluss brauchen.“

Auch Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, machte bei der Eröffnung des WDR-Europaforums am Donnerstag ein neues Bewusstsein für die positiven Gestaltungsmöglichkeiten einer gemeinsamen europäischen Politik aus. „Es sind Bürger Europas, die nicht länger schweigen und zusehen wollen, wie unsere offene Gesellschaft und der europäische Gedanke untergraben werden“, sagte Kühnel. „Die Aufgaben vor uns sind, im Inneren wie im Äußeren, kolossal. Europas Geheimnis ist aber: unsere Möglichkeiten sind es auch! Nur wissen das die wenigsten Europäer selbst.“

Weitere Informationen:

Transkript der Rede von Präsident Jean-Claude Juncker im Rahmen der BDA –Veranstaltungsreihe „Sozialpartner im Dialog“, 31. Mai 2017

Europas Zukunft – Ideen und Szenarien wie die Krise überwunden werden kann: Interview von Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, mit Jean-Claude Juncker beim WDR-Europaforum, 1. Juni 2017

Eröffnungsrede von Richard Kühnel beim WDR Europaforum, 1. Juni 2017

Freies WLAN für alle in Europa: Einigung erzielt

Die Initiative der EU-Kommission für mehr freies WLAN an öffentlichen Orten (Wifi4EU) ist gestern Abend (Montag) einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Vertreter des Europäischen Parlaments, des EU-Ministerrates und der EU-Kommission haben eine politische Einigung über die Initiative und deren Finanzierung erzielt. 120 Mio. Euro sollen bereitgestellt werden, um in bis zu 8000 Kommunen in der ganzen EU bis 2020 einen kostenlosen WLAN-Zugang an öffentlichen Plätzen wie Bibliotheken, Parks oder öffentlichen Gebäuden für die Bürger bereitzustellen.

„Die digitale Binnenmarktstrategie zielt darauf ab, ein vollständig vernetztes Europa aufzubauen, in dem jeder Zugang zu hochwertigen digitalen Netzwerken hat. Die WiFi4EU-Initiative verbessert die Konnektivität insbesondere dort, wo der Zugang zum Internet begrenzt ist. Sie ist ein erster Schritt, aber es muss noch viel mehr getan werden, um schnelle Verbindungen in der ganzen EU einzurichten – so muss beispielsweise die  europaweite Koordination des Spektrums verbessert und die Investitionen in die Hochleistungsnetze, die Europa braucht, stimuliert werden“, sagte Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den digitalen Binnenmarkt.

Die spezifischen Quellen für die 120 Mio. Euro werden in den laufenden legislativen Gesprächen über die Überprüfung des derzeitigen mehrjährigen Finanzrahmenprogramms finalisiert.

Sobald das System eingerichtet ist, können die kommunalen Behörden eine Finanzierung (Gutschein) unbürokratisch online beantragen. Bewerben können sich lokale Behörden (Städte und Gemeinden oder Gemeindeverbände), die

  • WLAN an Orten anbieten möchten, an denen noch kein vergleichbares privates oder öffentliches Angebot verfügbar ist;
  • Finanzmittel für Ausrüstung und Installation benötigen, um vor Ort kostenlosen Internetzugang für mehrere Jahre anzubieten.

Die Verteilung erfolgt nach dem Windhundprinzip. Mit der Förderung sollen hochmoderne Geräte erworben und installiert, d.h.  lokale Wifi-Zugangspunkte eingerichtet werden. Die laufenden Kosten für die Internetverbindung müssen die Behörden selbst abdecken.

Mit einer Erstausstattung von 120 Mio. Euro hat dieses neue Gutscheinsystem das Potenzial, an Tausenden von öffentlichen Plätzen Internetanbindungen in der Größenordnung von 40 bis 50 Millionen Wi-Fi-Verbindungen pro Tag zu ermöglichen.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung Digital Single Market: EU negotiators agree on the WiFi4EU initiative

Vorschlag der EU-Kommission zu WiFi4EU, inklusive deutschem Faktenblatt

Juncker gratuliert Macron

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat dem künftigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu dessen Wahlsieg gratuliert. Zur Wahl hätten zwei diametral entgegensetzte Visionen zur Zukunft Frankreichs gestanden, schrieb Juncker in seinem Glückwunschschreiben. Er freue sich, dass die Idee eines starken und progressiven Europas, für die Macron stehe, unter dessen Präsidentschaft in die Debatte um die Zukunft der EU einfließen werde und dass die Franzosen sich für eine europäische Zukunft entschieden haben. Er blicke voller Zuversicht auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten, so Juncker.

In Berlin hat Präsident Juncker zur Vorstellung des Buches „Neuvermessungen“ von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel für eine starke globale Rolle Europas plädiert. Europa sei eine große Idee für die Europäer selbst, aber auch ein Angebot an die Welt. So sei es beispielsweise auch Europas Aufgabe, „die Globalisierung zu gestalten und nicht zuzuschauen, wie Dinge an uns vorbeigehen“, sagte Juncker. Die Europäische Kommission wird noch in dieser Woche ein Reflexionspapier zum Thema vorstellen. Juncker begrüßte Gabriels Plädoyer für mehr Investitionen und verwies in diesem Zusammenhang auf den Erfolg der EU-Investitionsoffensive. Zudem sei es eine generationenübergreifende Aufgabe, mehr in Europa zu investieren, stimmten Juncker und Gabriel überein. Wie der Außenminister auch plädierte Juncker für mehr Zusammenarbeit der EU-Staaten im Bereich der Verteidigungspolitik.

Heute Abend diskutiert der Kommissionspräsident in Bonn bei einer Veranstaltung der Bonner Akademie für Forschung und Lehre über europapolitische Fragen: Brauchen wir mehr oder weniger Europa? In welchen Bereichen sollten die Mitgliedstaaten enger zusammenarbeiten und wo können die Angelegenheiten besser auf nationaler oder regionaler Ebene geregelt werden? Das Gespräch moderiert Gabor Steingart, Herausgeber des „Handelsblatt“, die Begrüßung übernimmt Prof. Bodo Hombach, Präsident der Akademie. Eine Anmeldung zu der von im Bonner Universitätsforum stattfindenden Veranstaltung ist nicht mehr möglich, sie wird jedoch ab 18 Uhr hier live übertragen.

Weitere Informationen:

Glückwunschschreiben von Juncker an Macron

Mitschnitt der Pressekonferenz von Jean-Claude Juncker und Sigmar Gabriel

 

Text: Presseservice der EU-Kommission

Europatag am 9. Mai: Veranstaltungen in ganz Deutschland

Die Europäische Union feiert jährlich am 9. Mai ihren Europatag. Auch in Deutschland sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. „Jeder Einzelne von uns ist ein Teil der EU. Wir alle gemeinsam sind Europa in Vielfalt geeint. Der 9. Mai macht Europa für uns erlebbar und lässt uns besinnen, dass das vereinte Europa immer noch die größte und beste politische Idee des 20. Jahrhunderts ist. Und auch für die Gestaltung unserer Zukunft bleibt die Union unverzichtbar“, sagte Richard Kühnel, Vertreter der Kommission in Deutschland. „Ich lade Sie herzlich ein, mit uns und vielen Partnern in der Europawoche gemeinsam europäische Vielfalt zu erleben und zu feiern.“  Bei den diesjährigen Feierlichkeiten steht das 60-jährige Jubiläum der Römischen Verträge im Fokus.

Am 9. Mai 1950, fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, schlug der französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede in Paris Revolutionäres vor: eine Gemeinschaft, in der die ehemaligen „Erbfeinde“ Deutschland und Frankreich ihre Kohle- und Stahlproduktion zusammenlegen sollten. Da Kohle und Stahl die beiden wichtigsten Komponenten in der Herstellung von Waffen waren, sollte Krieg in Europa so unmöglich gemacht werden. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, gegründet von sechs Ländern, war die erste einer Reihe supranationaler europäischer Institutionen, die schließlich zur heutigen Europäischen Union wurden. Seit 1985 feiern wir den 9.Mai als Europatag.

Veranstaltungen

In Berlin wird Europa „zum Leuchten“ gebracht – mit einer Lichtinstallation an der Komischen Oper. Ab 9. Mai bis Ende Oktober strahlt der Lichtschriftzug „EUROPA“ aus 33 Neonröhren am Bühnenturm der Komischen Oper.

Zur Eröffnung am 9. Mai um 19.30 Uhr gibt es in der Komischen Oper drei Kunstaktionen, Musik und eine Diskussion über Europa mit dem Vertreter der EU-Kommission in Deutschland, Richard Kühnel, der Europaabgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann (SPD) und dem Berliner Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer.

Außerdem wird der Berliner Europapreis Blauer Bär 2017 verliehen. Mit dem Preis werden jährlich am 9. Mai beispielhafte Berliner Initiativen und Personen gewürdigt, die mit ihrem überwiegend ehrenamtlichen Engagement in unterschiedlichsten Gesellschafts- und Politikbereichen zum Zusammenwachsen Europas und seiner Menschen beitragen. Der Preis wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland ausgelobt. Es steht insgesamt ein Preisgeld von 2.000 Euro zur Verfügung.

Bei einem Bürgerfest am 13. Mai feiert die Multimedia-Ausstellung „Erlebnis Europa“ im Europäischen Haus Berlin ihr einjähriges Bestehen mit Diskussionsmöglichkeiten, Live-Musik und Kinderprogramm.

In Bonn wird der Europatag schon am 6. Mai mit einem Bürgerfest mit Musik, einem Riesenpuzzle und einer Fotoaktion rund um das Alte Rathaus und auf dem Marktplatz gefeiert. Politische Parteien präsentieren ihre europapolitischen Konzepte und auch Europaschulen und verschiedene Organisationen stellen sich vor. Auf der Kletterpyramide der Bonner Regionalvertretung der EU-Kommission kann man über die Mitgliedstaaten hinwegklettern.

Hamburg bietet rund 100 Veranstaltungen zur Europawoche  – laut Senat ein neuer Rekord. In München wird der Europatag am 5. Mai auf dem Marienplatz gefeiert, in Stuttgart am 12. Mai auf dem Schlossplatz. Geboten werden Spiele, Kultur und viele Informationen. Zahlreiche Politiker stellen sich dem Gespräch über europäische Politik. Ähnliche Fest und Konzerte, aber auch Podiumsdiskussionen und Aktionen zu europarelevanten Themen werden in sämtlichen Städten veranstaltet.