Willkommen

Liebe Besucherin, lieber Besucher,  EDILogo

herzlich willkommen auf den Seiten des Europe Direct Informationszentrums Coburg!

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit bieten, sich ausführlich über die Europäische Union und unsere Arbeit vor Ort zu informieren.

Mit den besten Wünschen für eine spannende und vergnügliche Lektüre,

Ihr Team von Europe Direct Coburg

 

 

„Die Stunde ist gekommen, gemeinsam das Europa aufzubauen, das sich nicht um die Wirtschaft dreht, sondern um die Heiligkeit der menschlichen Person, der unveräußerlichen Werte; das Europa, das mutig seine Vergangenheit umfasst und vertrauensvoll in die Zukunft blickt, um in Fülle und voll Hoffnung seine Gegenwart zu leben.“

(Papst Franziskus, * 1936)

 


Veranstaltungs-Hinweis!!!!

 Als Beitrag für das Jahr des Kulturerbes 2018 unter dem Slogan: Sharing Heritage/Sharing Values veranstalten wir in Kooperation mit der Landesbibliothek Coburg den Vortrag:

„Der Coburger Schlossplatz – ein Glanzlicht europäischer Platzgestaltung“

Referent: Helge Jost Kienel M.A.

Termin: 21.6.2018,  18.30 Uhr

Ort: Schloss Ehrenburg/Landesbibliothek Coburg, Andromeda-Saal

Der Coburger Schlossplatz glänzt als eleganter Gegenpol zum quirligen Marktplatz: Zu Füßen des Hofgartens schmiegt sich diese historische Platzanlage in eine geschlossene Einheit dennoch unterschiedlichster Gebäude, wie Ehrenburg, Landestheater oder Arkaden. Der Vortrag führt durch die erstaunliche Baugeschichte dieses bemerkenswerten Ortes, der eng verbunden ist mit der bunten Historie Coburgs im 19. Jahrhundert und seines bedeutenden Herzogshauses…


 

 

Neuigkeiten aus der EU

 

  • Eurojust-Reform: EU rückt im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität zusammen                                                                                                                                 Die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament haben sich heute (Dienstag) auf eine Reform der EU-Agentur Eurojust geeinigt… > mehr                                    (19/06/2018)

  • Juncker trifft Merkel und Macron in Meseberg                                                                 EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wird heute (Dienstag) Abend in Meseberg mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über wichtige europäische Reformen sprechen… > mehr     (19/06/2018)

  • EU verlängert Sanktionen wegen Krim-Annexion durch Russland
    Die Europäische Union hat heute (Montag) ihre Sanktionen wegen der rechtswidrigen Annexion der Krim und Sewastopols durch Russland um ein weiteres Jahr bis zum 23. Juni 2019 verlängert…. > mehr
    (18/06/2018)

  • Europäisches Treffen zu Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Grundrechte und soziale Inklusion
    Bis Ende dieses Jahres wird die EU-Kommission ethische Leitlinien für die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) erarbeiten…. > mehr
    (18/06/2018)

  • EU und Australien nehmen Gespräche über ein umfassendes Handelsabkommen auf
    EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sowie Australiens Premierminister Malcolm Turnbull und Handelsminister Steven Ciobo haben heute (Montag) in der australischen Hauptstadt Canberra offiziell Verhandlungen über ein umfassendes und ehrgeiziges Handelsabkommen zwischen der EU und Australien aufgenommen…. > mehr
    (18/06/2018)

 

 

6. Coburger Europa-Preis 2018

Wir, das Europe Direct Informationszentrum Coburg, möchten, dass sich gerade  Schüler und Azubis mit dem aktuellen Thema „Europa“ beschäftigen und auseinandersetzen.

flag-2313980_1280Deshalb veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder den Coburger Europa-Preis. Er steht auch dieses Jahr wieder unter der Schirmherrschaft des Erbprinzen Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha.

Bewerben können sich alle Schulen, Schulklassen, Auszubildende und Schülergruppen, welche sich im laufenden Schuljahr aktiv mit Europa beschäftigt haben. In welcher Art und Weise Sie einen Wettbewerbsbeitrag leisten wollen, entscheiden Sie selbst. Dies könnten zum Beispiel Projekte, Filme, Videos, Aktionen, Europatage oder Publikationen sein.

Bewerbungsschluss ist der 06. Juli 2018. Danach entscheidet die Bewertungs-Jury, welche der Beiträge mit einem Preis ausgezeichnet werden.

Im Folgenden finden Sie alle nötigen Informationen und Bewerbungsunterlagen:

Konzept 2018
Teilnahmebedingungen 2018
Bewerbungsbogen 2018

 

 

„Europa muss aus den Gliedern geschaffen werden, dann stellen sich das neue Leben, der starke Atem, der weitere Kreislauf ein.“

Ernst Jünger: „Der Friede“, 1945 
(Ernst Jünger: deutscher Philosoph, Naturforscher, Offizier und Schriftsteller, 1895 – 1998)

 

 

Europa im Alltag

Die EU begegnet uns inzwischen fast überall in unserem Leben. Trotzdem erscheint uns das Thema Europa oft komplex und nicht greifbar.
Bei genauerer Betrachtung aber offenbaren sich in unserem Alltag viele Berührungspunkte mit der EU:

Eines der offensichtlichsten Beispiele ist unsere Währung „Euro“. Sie wurde schon 1999 als Buchgeld und 2002 schließlich als Bargeld eingeführt;  Mittlerweile benutzen den Euro jeden Tag über 300 Millionen Menschen für Besorgungen jeder Art.
Außerdem werden Richtlinien, die den Verbraucher bei seinem Einkauf schützen, ebenfalls von der EU geregelt. Dies schlägt sich zum Beispiel bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Qualitflag-3370970_1920ätsanforderungen für Fleischwaren nieder.
Auch beim Thema Gesundheit achtet die EU auf gemeinschaftliche Regelungen. Besonders hohen Wert legt sie auf die Kontrolle sauberer Luft, guten Trinkwassers, der Düngung in der Landwirtschaft oder beim Einsatz von Pestiziden.
Weitere Beispiele für Europa im Alltag sind das kontrollfreie Reisen innerhalb von Europa sowie die Abschaffung der Roaming Gebühren.
Für Studenten oder Auszubildende gibt es zahlreiche Möglichkeiten eines Schüleraustausches und Auslandsemesters…

Inzwischen wird unser Alltag maßgeblich direkt und auch indirekt durch die Europäische Union geprägt.

 

 

Verträge der EU

 

Der Vertrag von Amsterdam

Der Vertrag von Amsterdam bildet eine Erweiterung des Maastrichter Vertrages, der bereits eine Vertiefung und Weiterentwicklung der EU vorgesehen hatte. 1995 erstellte jedes EU-Organ einen Bericht über die bisherige Funktionsweise und die Umsetzung des Maastrichter Vertrages. So begann eine 15-monatige Verhandlung und Reflexion, bis letztendlich eine Einigung in Form des Vertrages von Amsterdam erreicht wurde.

Der im Mai 1999 in Kraft getretene Vertrag hatte dabei vor allem drei übergeordnete Ziele:

  1. Die Handlungsmöglichkeiten der Europäischen Union in den unterschiedlichen Politikbereichen sollten erweitert werden – zum Beispiel in der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASAP)
  1. Die Bürgernähe der EU sollte unter anderem durch eine größere Transparenz der Verfahrensabläufe in den Organen sowie eine Demokratisierung der Entscheidungsprozesse verbessert werden
  1. Die Institutionen der EU sollten bezüglich der bevorstehenden Osterweiterung reformiert werden; die Osterweiterung steht für den Beitritt von zehn neuen Staaten (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern) in die EU 2004, sowie die Aufnahme von Bulgarien und Rumänien im Jahre 2007

Letztendich wurde vor allem im Bereich der Innen- und Justizpolitik beachtliche Fortschritte erzielt, wie beispielsweise in der Asyl- und Einwanderungspolitik. Zusätzlich dazu sicherte der Vertrag von Amsterdam auch noch eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Polizei und des Europäischen Polizeiamtes Europol.
Der Vertrag von Amsterdam ist damit eine Weiterentwicklung der EG-Gründungsverträge.

 

Der Vertrag von Maastricht

Der im Februar 1992 unterzeichnete Vertrag von Maastricht (Niederlande) wird auch als einer der wichtigsten Verträge für die Entwicklung der Europäische Union bezeichnet. In den 1990er Jahren stellt er den größten Schritt auf dem Weg der europäischen Integration dar.
Klauseln und Neuerungen des im Vertrag betreffen beispielsweise die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion: So wurde hier auch die Einführung einer gemeinsamen Währung (Euro) bis spätestens 1999 beschlossen.

Die mit diesem Vertrag gegründete Europäische Union ruht sich auf drei Säulen:

1. Europäische Gemeinschaften
2. Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
3. Zusammenarbeit von Polizei und Justiz

1952 gründete sich die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) aus den Staaten Deutschland, Italien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Belgien. Sechs Jahre später folgten die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM). Diese drei werden im Sprachgebrauch zusammenfassend auch als „Europäische Gemeinschaften“ (EG) bezeichnet. Ziel der EG ist unter anderem die Schaffung eines gemeinsamen Marktes sowie die Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion. Mit dem Vertrag von Maastricht wurden weitere Ziele, wie der Umweltschutz, der Verbraucherschutz oder die Gesundheitspolitik, hinzugefügt.

Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) ersetzt die bisherige Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ). Die EPZ bezeichnet ein Verfahren, das dazu betragen soll,  eine gemeinsame politische Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten zu verstärken. Wichtige Themen die sich im Hinblick auf die Außenpolitik ergaben, sind die Friedenserhaltung, die Menschenrechte oder die Demokratie. Die Sicherheitspolitik beschäftigt sich insbesondere mit dem Kampf gegen den Terrorismus.
Obwohl die GASP eine Säule der EU darstellt, liegen die Entscheidungen für die Außen- und Sicherheitspolitik letztendlich doch bei den Staaten selbst. Um in der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik einen Beschluss zu bewirken, bedarf es daher immer noch des Einstimmigkeitsprinzips.

Die dritte Säule war die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz. Als wichtige Themen standen dabei der Kampf gegen organisierte Kriminalität (z.B. Drogen), die Einwanderungs- und Asylpolitik sowie die Kooperation in Zivil- und Strafprozessen im Fokus. Auch hier wurde, genauso wie bei der GSAP, das Einstimmigkeitsprinzip beibehalten.
Um die polizeiliche Zusammenarbeit besser zu koordinieren, wurde daher die Europäische Polizeibehörde „Europol“ gegründet.  Dieses Amt ist primär für die Abstimmung europaweiter Kriminalitätsbekämpfung sowie den grundsätzlichen Informationsaustausch zwischen den nationalen Polizeibehörden zuständig.

 

Organe der EU

 

Die europäische Zentralbank (EZB)

Die europäische Zentralbank ist primär für die Verwaltung des Euros zuständig. Zusätzlich beschäftigt sie sich mit der Wirtschafts- und Währungspolitik sowie deren Planung und Umsetzung. Gegründet 1998 ist die EZB für die Festlegung des Leitzinses, die Verwaltung der Währungsreserven, die Beaufsichtigung der Finanzmärkte und -institute, die Ausgabe von Banknoten und die Beobachtung der Preisentwicklung zuständig.

Die EZB befindet sich in Frankfurt und setzt sich dort aus drei Entscheidungsgremien zusammen:

euro-sculpture-2867942_1920Der Rat der europäischen Zentralbank ist das wichtigste der drei Gremien und besteht aus den Präsidenten der 16 Landeszentralbanken sowie den Mitgliedern des Direktoriums. Das Direktorium wiederum ist für die Überwachung der Tagesgeschäfte zuständig. An dritter Stelle folgt noch der erweiterte Rat, der eher beratend und koordinierend wirkt. Er besteht aus dem Präsidenten und Vizepräsidenten der europäischen Zentralbank sowie aus den Präsidenten der Landeszentralbanken aller EU Mitgliedsstaaten. Der Präsident der EZB ist zusätzlich noch für die Repräsentation der Bank sowohl in der EU, als auch international zuständig.

Die europäische Zentralbank arbeitet zum einen mit den Landeszentralbanken aller Mitgliedsländer der EU (auch Europäisches System der Zentralbanken genannt) zusammen; darüber hinaus ist sie für die Kooperation zwischen den Banken in der europäischen Union (Eurosystem) zuständig.

 

 

Der europäische Rat

Der europäische Rat ist eine wichtige Instanz für die politische Zusammenarbeit zwischen den einzelnen EU-Ländern. Aufgabe des Rates ist es, dringliche Ziele zu setzen und allgemeine Richtlinien zu bestimmen. 2009 wurde der europäische Rat ein offizielles Organ der EU – im Moment hat Donald Tusk das Präsidentenamt inne.

Zusammengesetzt ist der Rat aus den Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedsstaaten, dem Präsidenten der Europäischen Kommission und dem Präsidenten des europäischen Rates. Zusätzlich dazu nimmt an manchen Tagungen die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherin, teil.

Im Durchschnitt trifft sich der europäische Rat circa vier Mal im Jahr. Bei dringlichen Angelegenheiten jedoch, kann der Präsident zusätzlich zu Tagungen aufrufen. Die Sitzungen selbst finden in Brüssel im Europa-Gebäude statt – diese Treffen sind unter anderem auch als „EU-Gipfel“ bekannt.

Findet ein solcher Gipfel statt, ist das Ziel immer einen Konsens, also eine einvernehmliche Lösung aller Teilnehmer, zu finden. Berechtigte Stimmen besitzen aber nur die Staats- und Regierungschefs. Die Präsidenten des Rates sowie der Kommission nehmen an den Abstimmungen selbst nicht teil.

 

 

Der europäische Gerichtshof (EuGH)

Der europäische Gerichtshof bildet das judikative Organ der EU. Gegründet wurde dieser 1952 und sitzt in Luxemburg. Er sorgt dafür, dass die EU-Rechte in allen Mitgliedsländern angewendet und durchgesetzt werden. Außerdem hat er auch eine Vermittlungsfunktion inne, indem er bei Streitigkeiten zwischen den nationalen Regierungen und EU-Institutionen entscheidet.

Der EuGeurope-3083111_1920H setzt sich zusammen aus zwei Bereichen zusammen: Dem Gerichtshof selbst und dem Gericht. Ersterer beschäftigt sich mit Anträgen auf Vorabentscheidungen von nationalen Gerichten sowie bestimmte Nichtigkeitsklagen und Berufungen. Das Gericht fällt letztendlich die Urteile über diese Klagen und befasst sich somit mit Themen wie staatliche Beihilfen, dem Handel, dem   Wettbewerbsrecht oder auch der Landwirtschaft.

Die häufigsten Urteile des EuGH beziehen sich auf die Auslegung des Rechts (Vorabentscheidungen), die Durchsetzung des Rechts (Vertragsverletzungen) als auch beispielsweise die Gewährleistung des Eingreifens der EU (Untätigkeitsklagen). Letzteres Urteil tritt ein, wenn das Parlament, der Rat und die Kommission versäumen eine Entscheidung zu treffen. In diesem Fall ist es dann möglich diesbezüglich eine Klage bei dem Gerichtshof einzureichen. Beteiligt an den Urteilen und den Verhandlungen ist immer ein Richter und Generalanwalt, welche eine Amtszeit von sechs Jahren absolvieren. Zusätzlich dazu wählen die Richter selbst noch einen Präsidenten für drei Jahre.

Im Folgenden wir die Arbeitsweise des europäischen Gerichtshofes kurz erläutert:

Zu Beginn kommt es zu einem schriftlichen Verfahren, bei welchem dem Gericht die Erklärung des Falls vorgelegt wird und anschließend in einer Generalversammlung erörtert wird, wie viele Richter sich beispielsweise hier beteiligen. Dies ist unter anderem abhängig von der Bedeutung und dem Umfang des Falles.

Danach wird entschieden, ob es zu einer mündlichen Verhandlung kommt und ob eine Stellungnahme des Generalanwaltes zusätzlich erforderlich ist. Nach Abschluss aller Anhörungen und Verfahren beraten sich die Richter und erlassen letztendlich das Urteil.

 

„Die großen Herausforderungen vor denen wir stehen, zwingen uns alle zur Zusammenarbeit“

(Helmut Kohl, 1996)

 

 

 

EU-Wissen

 

Mitgliedsstaaten der EU

Europa besaß nicht von Anfang an 28 Mitgliedsstaaten. 1951 einigte sich die erste Gruppe von Ländern, bestehend aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden, auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Heute besteht die EU aus 28 Mitgliedsstaaten, die im Folgenden aufgeführt werden:

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Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Irland, Kroatien, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Portugal, Spanien, Finnland, Österreich, Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Ungarn, Zypern, Bulgarien

Um ein Teil von Europa zu werden, bedarf es gewisse Kriterien und Voraussetzungen. Dies ist auch der Grund, weshalb die Aufnahme eines Landes viel Zeit in Anspruch nimmt. Was sind also die Bedingungen, um Mitglied in Europa zu werden? Und wieso sind solche Verhandlungen so langwierig?

Ist ein Land Mitglied in der EU geworden, so bringt das einige Vorteile mit sich. Die engere politische Zusammenarbeit, eine gegenseitige finanzielle Unterstützung sowie die zollfreie Beförderung von Waren in andere Mitgliedsstaaten sind beispielhafte positive Aspekte für die Kooperation in Europa.

Um letztendlich in die EU aufgenommen zu werden, muss das potentielle Mitgliedsland zunächst grundlegende Voraussetzungen erfüllen, die auch unter dem Namen „Kopenhagener Kriterien“ bekannt sind. Diese beinhalten Aspekte wie eine stabile Demokratie, eine freie Marktwirtschaft und eine rechtsstaatliche Ordnung. Zusätzlich dazu, muss beispielsweise die Währung „Euro“ von diesem anerkannt und akzeptiert werden.

Möchte ein Land also in die EU eintreten, so stellt dieses einen Mitgliedsantrag, der dem Europarat dargelegt wird. Dieser Antrag wird dann von der Europäischen Kommission überprüft und beurteilt. Entscheidet die EU Kommission positiv, so beginnen die Verhandlungen mit dem Europarat.

Bis alle Voraussetzungen und Regeln der EU umgesetzt werden und das potentielle Mitgliedsland in die EU aufgenommen wird, kann dies also Jahre dauern. Aktuelle Kandidatenländer, die sich in diesem Prozess befinden, sind beispielsweise Albanien, Montenegro oder die Türkei.

 

 

„Die großen Herausforderungen vor denen wir stehen, zwingen uns alle zur Zusammenarbeit“

(Helmut Kohl, 1996)

 

 

Die Grundwerte der EU

Die Europäische Union betrachtet sich als Staaten-Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Wertekodex; damit geht das Selbstverständnis der EU weit über eine reine pragmatische Wirtschaftsunion hinaus. Im Vertrag über die Europäische Union (in der Lissaboner Fassung vom 1. Dezember 2009) heißt es dazu in Artikel 2:

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Arnold Böcklin: Die Freiheit (1891)

Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.“

Dieser Katalog ist ebenso engagiert, wie die einzelnen Punkte vage bleiben –so dürften z.B. „Demokratie“ und „Gleichheit“ in vielen Ländern (gerade außerhalb der EU) mit sehr unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden. Auch Begriffe wie „Gerechtigkeit“ oder „Toleranz“ können weitgefächerten Interpretationen unterliegen. Dennoch dient die Einhaltung dieser Werte aus Artikel 2 auch als Messlatte für alle diese Staaten, die der EU beitreten wollen; so betont Artikel 49 des Vertrages über die Europäische Union:

Jeder europäische Staat, der die in Artikel 2 genannten Werte achtet und sich für ihre Förderung einsetzt, kann beantragen, Mitglied der Union zu werden. (…)

Umgekehrt wäre es auch möglich Sanktionen gegen solche Mitglieds-Staaten zu verhängen, die ausdrücklich gegen die Werte der EU verstoßen. Diese Werte (z.B. Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde) flossen maßgeblich auch in die Charta der Grundrechte der Europäischen Union ein, die ebenfalls am 1. Dezember 2009 in Kraft trat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+++herzDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet!lichllkommenDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet! auf den Seiten des E

 

 

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