Willkommen

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher,  EDILogo

herzlich willkommen auf den Seiten des Europe Direct Informationszentrums Coburg!

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit bieten, sich ausführlich über die Europäische Union und unsere Arbeit vor Ort zu informieren.

Mit den besten Wünschen für eine spannende und vergnügliche Lektüre,

Ihr Team von Europe Direct Coburg

 

 

„Europa muss aus den Gliedern geschaffen werden, dann stellen sich das neue Leben, der starke Atem, der weitere Kreislauf ein.“

Ernst Jünger: „Der Friede“, 1945 
(Ernst Jünger: deutscher Philosoph, Naturforscher, Offizier und Schriftsteller, 1895 – 1998)

 

 

Ernst Jünger – Gelehrter, Provokateur und Weltbürger

Ein Coburger Beitrag zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018

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Ernst Jünger als Leutnant im 1. Weltkrieg

Ernst Jünger zählt zu vielseitigsten Gestalten der deutschen Literatur im 20. Jahrhundert: Während seines mehr als 100-jährigen Lebens reflektierte der wache und immer kritische Beobachter die zahllosen politischen und geistigen Entwicklungen Deutschlands, Europas – ja der ganzen Welt.

Als ehemaliger deutscher Offizier und Soldat der französischen Fremdenlegion machte sich Jünger besonders verdient um die deutsch-französische Freundschaft, was ihm unter anderem die „Friedensmedaille der Stadt Verdun“ und den „Robert-Schumann-Preis eintrug…

Als Beitrag zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018 veranstaltet das Europe Direct Coburg daher die dreiteilige Vortragsreihe „Ernst Jünger – Gelehrter, Provokateur und Weltbürger“ in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Coburg:

 

26.04.2018:  „Ernst Jünger und Frankreich – ein paradoxes Verhältnis“

(Referent: Dr. Nils Penke; Ort: Naturkundemuseum Coburg; Beginn: 19.00 Uhr).

03.05.2018: „Ernst Jüngers Weltstaat und Europa“

(Referent: Dr. Alexander Pschera; Ort: Naturkundemuseum Coburg; Beginn: 19.00 Uhr)

Lesen Sie mehr:

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Die europäische Zentralbank (EZB)

Die europäische Zentralbank ist primär für die Verwaltung des Euros zuständig. Zusätzlich beschäftigt sie sich mit der Wirtschafts- und Währungspolitik sowie deren Planung und Umsetzung. Gegründet 1998 ist die EZB für die Festlegung des Leitzinses, die Verwaltung der Währungsreserven, die Beaufsichtigung der Finanzmärkte und -institute, die Ausgabe von Banknoten und die Beobachtung der Preisentwicklung zuständig.

Die EZB befindet sich in Frankfurt und setzt sich dort aus drei Entscheidungsgremien zusammen:

euro-sculpture-2867942_1920Der Rat der europäischen Zentralbank ist das wichtigste der drei Gremien und besteht aus den Präsidenten der 16 Landeszentralbanken sowie den Mitgliedern des Direktoriums. Das Direktorium wiederum ist für die Überwachung der Tagesgeschäfte zuständig. An dritter Stelle folgt noch der erweiterte Rat, der eher beratend und koordinierend wirkt. Er besteht aus dem Präsidenten und Vizepräsidenten der europäischen Zentralbank sowie aus den Präsidenten der Landeszentralbanken aller EU Mitgliedsstaaten. Der Präsident der EZB ist zusätzlich noch für die Repräsentation der Bank sowohl in der EU, als auch international zuständig.

Die europäische Zentralbank arbeitet zum einen mit den Landeszentralbanken aller Mitgliedsländer der EU (auch Europäisches System der Zentralbanken genannt) zusammen; darüber hinaus ist sie für die Kooperation zwischen den Banken in der europäischen Union (Eurosystem) zuständig.

 

Der europäische Rat

Der europäische Rat ist eine wichtige Instanz für die politische Zusammenarbeit zwischen den einzelnen EU-Ländern. Aufgabe des Rates ist es, dringliche Ziele zu setzen und allgemeine Richtlinien zu bestimmen. 2009 wurde der europäische Rat ein offizielles Organ der EU – im Moment hat Donald Tusk das Präsidentenamt inne.

Zusammengesetzt ist der Rat aus den Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedsstaaten, dem Präsidenten der Europäischen Kommission und dem Präsidenten des europäischen Rates. Zusätzlich dazu nimmt an manchen Tagungen die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherin, teil.

Im Durchschnitt trifft sich der europäische Rat circa vier Mal im Jahr. Bei dringlichen Angelegenheiten jedoch, kann der Präsident zusätzlich zu Tagungen aufrufen. Die Sitzungen selbst finden in Brüssel im Europa-Gebäude statt – diese Treffen sind unter anderem auch als „EU-Gipfel“ bekannt.

Findet ein solcher Gipfel statt, ist das Ziel immer einen Konsens, also eine einvernehmliche Lösung aller Teilnehmer, zu finden. Berechtigte Stimmen besitzen aber nur die Staats- und Regierungschefs. Die Präsidenten des Rates sowie der Kommission nehmen an den Abstimmungen selbst nicht teil.

 

 

Der europäische Gerichtshof (EuGH)

Der europäische Gerichtshof bildet das judikative Organ der EU. Gegründet wurde dieser 1952 und sitzt in Luxemburg. Er sorgt dafür, dass die EU-Rechte in allen Mitgliedsländern angewendet und durchgesetzt werden. Außerdem hat er auch eine Vermittlungsfunktion inne, indem er bei Streitigkeiten zwischen den nationalen Regierungen und EU-Institutionen entscheidet.

Der EuGeurope-3083111_1920H setzt sich zusammen aus zwei Bereichen zusammen: Dem Gerichtshof selbst und dem Gericht. Ersterer beschäftigt sich mit Anträgen auf Vorabentscheidungen von nationalen Gerichten sowie bestimmte Nichtigkeitsklagen und Berufungen. Das Gericht fällt letztendlich die Urteile über diese Klagen und befasst sich somit mit Themen wie staatliche Beihilfen, dem Handel, dem   Wettbewerbsrecht oder auch der Landwirtschaft.

Die häufigsten Urteile des EuGH beziehen sich auf die Auslegung des Rechts (Vorabentscheidungen), die Durchsetzung des Rechts (Vertragsverletzungen) als auch beispielsweise die Gewährleistung des Eingreifens der EU (Untätigkeitsklagen). Letzteres Urteil tritt ein, wenn das Parlament, der Rat und die Kommission versäumen eine Entscheidung zu treffen. In diesem Fall ist es dann möglich diesbezüglich eine Klage bei dem Gerichtshof einzureichen. Beteiligt an den Urteilen und den Verhandlungen ist immer ein Richter und Generalanwalt, welche eine Amtszeit von sechs Jahren absolvieren. Zusätzlich dazu wählen die Richter selbst noch einen Präsidenten für drei Jahre.

Im Folgenden wir die Arbeitsweise des europäischen Gerichtshofes kurz erläutert:

Zu Beginn kommt es zu einem schriftlichen Verfahren, bei welchem dem Gericht die Erklärung des Falls vorgelegt wird und anschließend in einer Generalversammlung erörtert wird, wie viele Richter sich beispielsweise hier beteiligen. Dies ist unter anderem abhängig von der Bedeutung und dem Umfang des Falles.

Danach wird entschieden, ob es zu einer mündlichen Verhandlung kommt und ob eine Stellungnahme des Generalanwaltes zusätzlich erforderlich ist. Nach Abschluss aller Anhörungen und Verfahren beraten sich die Richter und erlassen letztendlich das Urteil.

 

Mitgliedsstaaten der EU

Europa besaß nicht von Anfang an 28 Mitgliedsstaaten. 1951 einigte sich die erste Gruppe von Ländern, bestehend aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden, auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Heute besteht die EU aus 28 Mitgliedsstaaten, die im Folgenden aufgeführt werden:

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Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Irland, Kroatien, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Portugal, Spanien, Finnland, Österreich, Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Ungarn, Zypern, Bulgarien

Um ein Teil von Europa zu werden, bedarf es gewisse Kriterien und Voraussetzungen. Dies ist auch der Grund, weshalb die Aufnahme eines Landes viel Zeit in Anspruch nimmt. Was sind also die Bedingungen, um Mitglied in Europa zu werden? Und wieso sind solche Verhandlungen so langwierig?

Ist ein Land Mitglied in der EU geworden, so bringt das einige Vorteile mit sich. Die engere politische Zusammenarbeit, eine gegenseitige finanzielle Unterstützung sowie die zollfreie Beförderung von Waren in andere Mitgliedsstaaten sind beispielhafte positive Aspekte für die Kooperation in Europa.

Um letztendlich in die EU aufgenommen zu werden, muss das potentielle Mitgliedsland zunächst grundlegende Voraussetzungen erfüllen, die auch unter dem Namen „Kopenhagener Kriterien“ bekannt sind. Diese beinhalten Aspekte wie eine stabile Demokratie, eine freie Marktwirtschaft und eine rechtsstaatliche Ordnung. Zusätzlich dazu, muss beispielsweise die Währung „Euro“ von diesem anerkannt und akzeptiert werden.

Möchte ein Land also in die EU eintreten, so stellt dieses einen Mitgliedsantrag, der dem Europarat dargelegt wird. Dieser Antrag wird dann von der Europäischen Kommission überprüft und beurteilt. Entscheidet die EU Kommission positiv, so beginnen die Verhandlungen mit dem Europarat.

Bis alle Voraussetzungen und Regeln der EU umgesetzt werden und das potentielle Mitgliedsland in die EU aufgenommen wird, kann dies also Jahre dauern. Aktuelle Kandidatenländer, die sich in diesem Prozess befinden, sind beispielsweise Albanien, Montenegro oder die Türkei.

 

 

„Die großen Herausforderungen vor denen wir stehen, zwingen uns alle zur Zusammenarbeit“

(Helmut Kohl, 1996)

 

 

 

Die Grundwerte der EU

 

Die Europäische Union betrachtet sich als Staaten-Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Wertekodex; damit geht das Selbstverständnis der EU weit über eine reine pragmatische Wirtschaftsunion hinaus. Im Vertrag über die Europäische Union (in der Lissaboner Fassung vom 1. Dezember 2009) heißt es dazu in Artikel 2:

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Arnold Böcklin: Die Freiheit (1891)

Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.“

Dieser Katalog ist ebenso engagiert, wie die einzelnen Punkte vage bleiben –so dürften z.B. „Demokratie“ und „Gleichheit“ in vielen Ländern (gerade außerhalb der EU) mit sehr unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden. Auch Begriffe wie „Gerechtigkeit“ oder „Toleranz“ können weitgefächerten Interpretationen unterliegen. Dennoch dient die Einhaltung dieser Werte aus Artikel 2 auch als Messlatte für alle diese Staaten, die der EU beitreten wollen; so betont Artikel 49 des Vertrages über die Europäische Union:

Jeder europäische Staat, der die in Artikel 2 genannten Werte achtet und sich für ihre Förderung einsetzt, kann beantragen, Mitglied der Union zu werden. (…)

Umgekehrt wäre es auch möglich Sanktionen gegen solche Mitglieds-Staaten zu verhängen, die ausdrücklich gegen die Werte der EU verstoßen. Diese Werte (z.B. Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde) flossen maßgeblich auch in die Charta der Grundrechte der Europäischen Union ein, die ebenfalls am 1. Dezember 2009 in Kraft trat.

 

 

Die 24 Amts-und Arbeitssprachen der EU

Die Europäische Union bildet eine bunte Schar aus 28 Staaten mit ganz unterschiedlichen Traditionen und Kulturen. Daher war die Verständigung zwischen den Bürgern all dieser Länder eine dringliche Grundlage für das Gedeihen der Union. 711122_original_R_by_FotoHiero_pixelio.deNatürlich sollte aber keine Sprache diskriminiert werden, weshalb die EU gleich 24 Amts-und Arbeitssprachen pflegt. Dies sind in alphabetischer Reihenfolge: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch!

Artikel 24 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union legt weiterhin fest, dass sich Unionsbürger schriftlich in einer dieser Sprachen an Behörden der Europäischen Union richten dürfen und auch eine Antwort in ebendieser Sprache erwarten können.

 

Der Europäische Binnenmarkt

Vom freien Handel ohne Zölle träumen zahllose Kaufleuteschon seit Jahrtausenden.

Allerdings ist als Grundlage dieser Vision eine stabile Friedensordnung dringend notwendig – denn durch GeldMisstrauen, Hass und Krieg leiden Menschen und Wirtschaft gleichermaßen. Eine solchen Friedensraum aber schuf die Europäische Einigungsbewegung seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts: Inzwischen haben sich 28 Staaten (ohne GB 27) zu einer supranationalen Friedensgemeinschaft zusammengeschlossen, in der frühere Feindschaften überwunden und durch Zusammenarbeit ersetzt werden sollen. Am 1. Januar 1993 trat endlich auch der „Europäische Binnenmarkt“ in Kraft, der durch die Zweite Norderweiterung und zwei Osterweiterungen zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsräume des Planeten anwuchs.

Als Basis seines Gelingens und weiteren Gedeihens stützt er sich auf die sogenannten vier Grundfreiheiten Dienstleistungsfreiheit, Freier Kapital- und Zahlungsverkehr, Personenfreizügigkeit und Warenverkehrsfreiheit.

Ganz selbstverständlich zählen die Mitgliedsstaaten der EU zum Europäischen Binnenmarkt; gleichzeitig ist er jedoch durch Verträge vernetzt mit dem Königreich Norwegen, den Fürstentümern Andorra, Lichtenstein und Monaco, sowie den Republiken Island, San Marino, Schweiz und Türkei.

 

„Europa 2020“

Manche Initiativen und Programme der EU sind in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt; zu diesen zählt auch „Europa 2020“ ein buntes Wirtschaftsprogramm, das bereits 2010BunteFiguren_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de anlaufen durfte. Zu seinen Zielen gehören u.a. eine Steigerung der Beschäftigung oder die Förderung von Investitionen… Als besonders wichtig für wirtschaftliche Entwicklung wurde gerade die Bildung erkannt, weshalb die Verminderung der Schulabbrecher-Zahlen und eine höhere Quote an Studienabsolventen zu den erklärten Aufgaben des Programms zählen. Seine Laufzeit endet voraussichtlich im Jahr 2020.

Damit diese hochgesteckten Ziele bis dahin auch tatsächlich verwirklicht werden, verfolgt „Europa 2020“ zahlreiche Initiativen – z.B. zum Ausbau des Breitband-Internets, zur Steigerung der Energieeffizienz,  die „Europäische Plattform gegen Armut“, „Jugend in Bewegung“ oder die „Innovationsunion“…

 

EU-Kommission gewährt neue Hilfsgelder für Flüchtlinge in Griechenland

 

Am vergangenen Dienstag beschloss die Europäische Kommission eine neue Finanzspritze für die Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Griechenland. Diesmal sollen 180 Mio. Euro in verschiedene Programme und Projekte fließen –z.B. in  das umfangreichste örtliche Hilfsprogramm ESTIA (Emergency Support To Integration &

GeldEURO708913_web_R_by_FotoHiero_pixelio.de[1]

Accommodation – Soforthilfe für Integration und Unterbringung).Vor allem geplant ist Wohnraum für Flüchtlinge in städtischen Räumen zu beschaffen. Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides meinte: „Unsere humanitären Programme für Flüchtlinge in Griechenland sind ein klares und deutliches Zeichen der europäischen Solidarität. Wir werden weiterhin entschlossen dafür eintreten, den Flüchtlingen in Griechenland ein sicheres, normales und menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und ihre Integration in die lokale Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Mit unserem Programm ESTIA erzielen wir konkrete Ergebnisse, die das Leben der Menschen zum Besseren hin verändern. Ich möchte den griechischen Bürgern und Bürgermeistern, die Flüchtlinge in ihre Gemeinden mit großer Empathie und Fürsorge aufgenommen haben, meine besondere Anerkennung aussprechen“

 

 

EU-Wissen

Die Unionsbürgerschaft

Die EU belegt in vieler Hinsicht eine bemerkenswerte Sonderstellung in der Geschichte: So ist z. B. die Europäische Union kein Staat, besitzt aber trotzdem über 511 Mio. Bürger! Für dieses Kunststück „leiht“ sich die EU die Bürger ihrer Mitgliedsstaaten, indem sie diesen seit 1992 automatisch ihre „Unionsbürgerschaft“ gewährt. Diese bildet daher genau genommen eine Erweiterung der nationalen Staatsbürgerschaften durch einen Katalog von Rechten, wie Diskriminierungsverbot, Freizügigkeit (innerhalb der EU- Staaten) oder Wahlrecht zum Europäischen Parlament…

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Reisepass der Republik Österreich

Der Vertrag von Amsterdam (1997) stellte klar: „Es wird eine Unionsbürgerschaft eingeführt. Unionsbürger ist, wer die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats besitzt. Die Unionsbürgerschaft ergänzt die nationale Staatsbürgerschaft, ersetzt sie aber nicht.“ (Art. 17 (8 I)) Eigentlich sollten diesen Rechten der EU-Bürger auch Pflichten zur Seite stehen, die aber bisher nicht genauer formuliert und daher auch nicht eingefordert wurden. Weiterhin bestimmen schon seit dem Vertrag von Maastricht (1992) die einzelnen EU-Mitgliedstaaten, wer für die Unionsbürgerschaft in Frage kommt: So zählen z.B. die Bewohner der Faröer-Inseln zu den Untertanen der dänischen Krone, erhalten aber nicht automatisch die EU-Bürgerschaft. Auch die Kanalinseln Guernsey und Jersey unterstehen Königin Elisabeth II. von England, gehören aber nicht zur EU… Ansonsten demonstrieren die EU-Staaten eine auch äußerliche Einigkeit, indem sie Reisepässe in ähnlichem Burgunder-Rot ausgeben, die außerdem die Prägung „Europäische Union“ in der jeweiligen Landessprache führen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+++herzDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet!lichllkommenDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet! auf den Seiten des E

 

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