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„Brexit – wo geht die Reise hin?“

 Vortrag von Paul Heardman, britischer Generalkonsul in München

(Bericht über den Vortrag des britischen Generalkonsuls am 20. September 2017 in der Aula des Gymnasiums Casimirianum Coburg)

Eine der größten EU-Überraschungen bereitete sicherlich das Votum der Briten für den Brexit im vergangenen Jahr. Seither ringen viele Beteiligte ebenso um ihre Fassung wie um einen möglichst schonenden Ausgang für die jeweils eigene Seite: Die britische Regierung kämpft für den sanften Brexit – die EU-Kommission dagegen neigt dazu, ein wirkmächtiges Zeichen zu setzen, dass Amputationen ihres Territoriums nicht folgenlos geduldet werden. Zahllose EU-Bürger wiederum versuchen vergeblich die Beweggründe der Briten zu verstehen und fürchten die Konsequenzen…

Daher stieß der Vortrag des britischen Generalkonsuls Paul Heardman zum Thema „Brexit – wo geht die Reise hin?“ in Coburg auf ausgesprochen lebhaftes Interesse: Am Mittwoch, den 20. September 2017, sprach der britische Diplomat vor einer gut gefüllten Aula des Gymnasiums Casimirianum in Coburg – eine Veranstaltung zu der das Europe Direct Informationszentrum Coburg in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Coburg geladen hatte.

Der Generalkonsul widersprach zunächst  landläufigen Vorwürfen und vermeintlichen „Irrtümern“ bezüglich des Brexit: „Wir wollen nicht die EU untergraben“, betonte er ebenso entschieden, wie er Gerüchte darüber dementierte, dass sich GB aus der europäischen Militärkooperation zurückziehen wolle: „Das ist falsch! Wir haben viele Ideen, wie wir diese Kooperation ausbauen wollen.“

Weiter stellte der Generalkonsul klar, „dass Großbritannien nach wie vor ein europäisches Land bleibt; wir wollen eine enge tiefe Partnerschaft mit der EU, aber wir verlassen Europa nicht.“ Als souveräner Staat werde GB allerdings wichtige Fragen z.B. der  Migrationspolitik selbst regeln: „Eigene Migrationspolitik, das heißt nicht Grenzen zu schließen, sondern die Entscheidung über britische Migrationspolitik wird in Großbritannien gemacht!“

Freilich gestand Heardman auch Schwierigkeiten während einer gewissen Übergangsphase zu: „Es wird vielleicht ein Nachteil, dass Großbritannien nicht mehr am Tisch sitzt bei der Gestaltung des Binnenmarktes (….).“

Grundsätzlich aber war der Referent um eine eher positive Grundstimmung bemüht: „Wir sind optimistisch, dass wir, wie die Briten es gewohnt sind, pragmatische Lösungen finden.“

Im Anschluss an seinen Impulsvortrag widmete sich Heardman ausführlich den regen Fragen seines ambitionierten Publikums, wodurch ein  weiter thematischer Bogenschlag  von der Handelspolitik  bis zur Flüchtlingskrise gelang.

Den größten Eindruck mag aber die wiederholte Einladung des Generalkonsuls an alle Zuhörer gemacht haben, sein Land zu besuchen – und sein eindringlicher Appell: „Es ist wichtig, dass Menschen zusammenkommen!“

 

 

Noch mehr Wissen über die EU

 

Europäische Gebietseinbußen vor dem Brexit

Das Referendum der Briten für den Brexit bewegt nachhaltig die Europäische Union; tatsächlich dürfte nach einem Abschluss der Verhandlungen der erste Austritt eines gesamten Beitritts-Staates aus der Union bevorstehen. Trotzdem wäre diese Amputation nicht der erste geographische Verlust des Staatenbundes: So gehörten z.B. früher auch Algerien und Grönland zu den Europäischen Gemeinschaften – doch mit seiner Trennung von Frankreich verließ zunächst Algerien 1962 die EGen. Zwar hatten alle Algerier schon 1947 die französische Staatsbürgerschaft erhalten – eine Maßnahme, die den langen (1956-1962) und äußerst brutalen Unabhängigkeitskrieg von Frankreich jedoch nicht hat verhindern können.

Im Jahr 1985 folgte noch der Austritt der ehemaligen dänischen Kolonie Grönland: Nach der Erlangung ihrer innenpolitischen Selbständigkeit (1979) verließ diese gewaltige arktische Insel 1985 die Europäische Wirtschaftsunion (nach einem Referendum der grönländischen Bürger), obwohl Grönland weiterhin als ein autonomes Territorium im Königreich Dänemark verblieb. Schließlich verlor die Europäische Union im Jahr 2012 mit der Antilleninsel Saint-Barthélemy noch ein weiteres französisches Gebiet, das aber im Rahmen der „Überseeischen Länder und Hoheitsgebiete“ zumindest mit der EU verknüpft ist, aber weder dem Schengenraum noch dem Zollgebiet der EU angehört.

 

 

Wissen über die EU:

 

Außereuropäische Territorien der EU

Zwar liegt das Hauptgebiet der Europäischen Union auf dem europäischen Kontinent, doch die EU versteht sich vor allem als kulturelle Werte-Union; so zählen zur Union auch Territorien weit außerhalb der europäischen Landmasse: Z.B. die nordamerikanischen Inseln Saint-Pierre und Miquelon oder das karibische Guadeloupe, die allesamt zu Frankreich gehören. In Afrika wiederum liegt die spanische Stadt Ceuta und vor der marokkanischen Küste die ebenfalls spanische Inselgruppe der Kanaren. Die Insel Zypern, die unter anderem den gleichnamigen EU-Staat trägt, wird streng geographisch zu Asien gerechnet. Schließlich gehören sogar Teile Ozeaniens zur EU, wie die französische Inselgruppe Neukaledonien vor Australien… Insgesamt zählen heute also nord-, mittel- und südamerikanische Gebiete, Teile Ozeaniens, Asiens und Afrikas, ja sogar Territorien der Antarktis zur Europäischen Union!

 

 

Bericht:

EU-Kommissar Günther Oettinger erwartet eine weitere Vertiefung der EU durch die künftige Bundesregierung

 

Am Mittwoch, den 13. September, hielt Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die jährliche Rede zur Lage der EU; doch bereits am Montag formulierte EU-Kommissar Günther Oettinger seine Forderung an die künftige Bundesregierung, eine Vorreiterrolle bei der Vertiefung der EU einzunehmen: „Unsere Erwartung ist, dass die Zeit ab Herbst 2017 bis 2018 für die Vertiefung Europas genutzt wird. Die nächste Bundesregierung sollte mit Frankreich eng kooperieren und die Entwicklung Europas voranbringen, gemeinsam mit uns in der Europäischen Kommission. (…) Kooperation mit Frankreich heißt aber nicht: Berlin diktiert, alle anderen folgen (…). Im Team muss man kompromissbereit sein (…).“

Mit „Vertiefung“ meint Oettinger die immer engere Zusammenarbeit und Einbindung bisheriger Mitgliedstaaten der EU. Grundsätzlich existiert neben dieser „Vertiefung“ als weiteres Konzept noch die „Verbreiterung“ oder „Ausweitung“: Dieses bezeichnet die Aufnahme neuer Mitgliedstaaten in die Europäische Union.

 

 

Bericht:

Die Rede von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zur Lage der EU

(Bericht über die Rede von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am 13. September 2017 vor dem Europäischen Parlament in Straßburg)

Mit seiner Rede zur Lage der EU (am 13. 09.) vor dem Europäischen Parlament in Straßburg wagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Hymne des Optimismus! So beschwor Juncker begeistert die Leistungen der EU, gerade für die europäische Wirtschaft: „Die Europäische Investitionsoffensive, die bis jetzt Investitionen im Wert von 225 Milliarden Euro freigesetzt hat, ist unsere Leistung. (…) Es ist unser Verdienst, dass wir die öffentlichen Defizite von 6,6 auf 1,6 Prozent gesenkt haben. (…)“ Er wagte sogar den Vergleich mit den USA: „Das Wachstum der Europäischen Union hat das der Vereinigten Staaten in den vergangenen zwei Jahren übertroffen.“ Außerdem betont Juncker ein neues Gemeinschaftsgefühl: „Im vergangenen Jahr haben wir gesehen, wie alle 27 Staats- und Regierungschefs den Kapitolhügel in Rom beschritten, um – einer nach dem anderen – ihr Gelöbnis zu unserer Union zu erneuern.“

Dann jubelte er, „Europa hat wieder Wind in den Segeln“!

Schon im nächsten Atemzug begann Juncker damit, den künftigen Kurs der EU abzuzirkeln: „Wir sind dabei, eine Energieunion, eine Sicherheitsunion, eine Kapitalmarktunion, eine Bankenunion und einen Digitalen Binnenmarkt zu vollenden.(…)“ Später ging der Kommissionspräsident dann auf das drängende Migrationsproblem ein und lobte auch hier die Leistungen der EU: „Auch wenn es mich betrübt, dass die Solidarität nicht in all unseren Mitgliedstaaten gleich stark ausgeprägt ist, hat Europa als Ganzes weiterhin Solidarität gezeigt. Allein im vergangenen Jahr haben unsere Mitgliedstaaten mehr als 720 000 Flüchtlingen Asyl gewährt oder sie neu angesiedelt – drei Mal mehr als die Vereinigten Staaten, Kanada und Australien zusammen.“ Allerdings vergaß Juncker bei dieser optimistischen Darstellung sowohl die unverhältnismäßig großen Anstrengungen z.B. gerade der Bundesrepublik Deutschland zu erwähnen – als auch die anhaltende Weigerung anderer EU-Mitgliedsstaaten Flüchtlinge aufzunehmen …

Bald darauf skizzierte Junckers seine optimistische Vision für Europa: „Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit – diese drei Grundsätze müssen das Fundament sein, auf dem wir eine stärkere, mehr geeinte und demokratischere Union aufbauen“; begeistert forderte er daher unter anderem eine „handlungsfähigere Wirtschafts- und Währungsunion“, einen „Europäischen Wirtschafts- und Finanzminister“ und „eine funktionierende Europäische Verteidigungsunion“…

An das Ende seiner Rede setzte der Kommissionspräsident schließlich einen Appell, in dem er noch einmal das heitere Bild aus der Segelschifffahrt bemühte: „Lasst uns die Leinen losmachen, die Segel setzen, und jetzt den günstigen Wind nutzen!“

 

 

 

 

+++herzDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet!lichllkommenDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet! auf den Seiten des E

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