Willkommen

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher,  EDILogo

herzlich willkommen auf den Seiten des Europe Direct Informationszentrums Coburg!

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit bieten sich ausführlich über die Europäische Union und unsere Arbeit vor Ort zu informieren.

Machen Sie sich ein Bild von uns!

Ihr Team von Europe Direct Coburg

 

Ankündigung!!!

„EUROPA – GRENZENLOS?“

Vorträge und Diskussionen

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Europa und der Stier – Fresko aus Pompeji

„Europa – Grenzenlos?“  Unter diesem Titel organisieren die Coburger Pulse of Europe-Gruppe und das Europe Direct Informationszentrum Coburg einen bunten Nachmittag am Samstag, 4. November 2017.

Gleich fünf kurze Impulsvorträge setzen Akzente für möglichst lebhafte Diskussionen im Anschluss.

Der erste Themenblock widmet sich Europa in „Mythos, Literatur und Geschichte“:

  • Die entführte Europa in der bildenden Kunst (Dozent: Hr. Kienel)
  • Literarische Stimmen aus östlichen Ländern (Dozent: Dr. Heinritz)
  • Europas Grenzen: vom römischen Reich zur EU (Dozent: Hr. Lochner)

Ein zweiter Block gilt dem großen aktuellen Thema „Flucht“:

  • Über Ilija Trojanows Buch „Nach der Flucht“ (Dozent. Hr. Körner)
  • Die Situation von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Coburg (Dozent: Dr. Kaufner)

Termin: Samstag, 4. November 2017 (14.00 – 17.00 Uhr)

Ort: Pfarrzentrum St. Augustin, Obere Klinge 1a, 96450 Coburg

Herzlich eingeladen sind alle, die sich für Fragen und Themen rund um Europa interessieren oder Lust haben auf spannende Vorträge, angeregte Diskussionen und gute Gespräche.

Der Eintritt ist frei!

 

Ankündigung!!!

 

„Die Europa-Saga“:

Eine brandneue sechs-teilige Terra-X-Dokumentation von Prof. Christopher Clark startet auf ZDF!

Der australische Historiker Christopher Munro Clark -mit bestechenden Kenntnissen der deutschen und europäischen Geschichte – wagt sich gleich sechsmal auf eine bildgewaltige Reise kreuz und quer  durch Europa;  zugleich führt er seine Zuschauer weit zurück in die Vergangenheit unseres großartigen Kontinents:

 

Folge 1 (So., 22. Oktober; 19.30 Uhr): „Woher wir kommen – wer wir sind.“

Folge 2 (So., 29. Oktober; 19.30 Uhr): „Woran wir glauben – was wir denken.“

Folge 3 (So., 05. November; 19.30 Uhr): „Was uns antreibt – was wir uns nehmen.“

Folge 4 (So., 12. November; 19.30 Uhr): „Was wir erschaffen – was wir uns leisten.“

Folge 5 (So., 19. November; 19.30 Uhr): „Was uns eint – was uns teilt.“

Folge 6 (So., 26. November; 19.30 Uhr): „Wo wir stehen – was uns bleibt.“

 

 

Veranstaltungs-Bericht:

„Das Vereinigte Königreich, Europa und der Brexit“.

 (Vortrag von Birgit Schmitz-Lenders, Leiterin der Europäischen Akademie Bayern e.V.)

Am Montag, den 9. Oktober zündete die vhs-Coburg Stadt und Land gemeinsam mit dem Europe Direct Informationszentrum einen zweiten Höhepunkt ihrer Reihe „Der Brexit – Chance oder Risiko?“: Die Leiterin der Europäischen Akademie Bayern e.V., Frau Birgit Schmitz-Lenders, faszinierte ihr Publikum in der Aula des Gymnasiums Casimirianum mit dem hochaktuellen Vortrag „Das Vereinigte Königreich, Europa und der Brexit“.

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Birgit Schmitz-Lenders in der Aula des Gymnasiums Casimirianum (Foto: Rainer Maier)
Zunächst setzte sich die Juristin und Politikwissenschaftlerin mit dem Ergebnis des Brexit auseinander – z.B. der sehr uneinheitlichen Stimmenverteilung quer durch die Regionen und Altersgruppen Großbritanniens. Anschließend wagte sie einen Blick auf die Geschichte und die Ursachen, die hinter dem „Brexit“ liegen mögen; so stellte die Referentin fest, dass erst die Hoffnung auf ökonomische Vorteile den Inselstaat 1973 in die EG gelockt hätten, als „Folge einer wirtschaftlichen Krise“. Schon im Jahr 1975 habe es jedoch ein erstes Referendum gegeben, in dem die Briten über einen möglichen Austritt abstimmten, allerdings hätten sich damals 67% der Bevölkerung für den Verbleib ausgesprochen.

Dann arbeitete Schmitz-Lenders die langjährige distanzierte Haltung Großbritanniens gegenüber der EU heraus – eine Position, die sie als „Mittel zum Zweck“ umschrieb. Durch zahlreiche Sonderregelungen sei es dem Vereinigten Königreich gelungen, sich eine exponierte Rolle innerhalb der EU zu sichern, was man durchaus als „cherry picking“ umschreiben könne. Weiterhin habe bereits eine Umfrage aus dem Jahr 1980 ergeben, dass 71 % der Briten schon damals den Austritt befürwortet hätten.

Andererseits sei Großbritannien aber auch vielfach mit der Europäischen Union verflochten, z.B. als dritt-größter Nettozahler, durch das Finanzzentrum London oder immerhin 3-Mio. EU-Bürger, die inzwischen in GB leben.

Als einen Grund für den Erfolg der Brexit-Befürworter führte Schmitz-Lenders deren Belegung positiver Bilder an, während die Brexit-Gegner negativ mit Warnungen und Ängsten gearbeitet hätten. Tatsächlich ergäben Umfragen, dass auch ein Jahr nach dem Referendum  in GB noch ein ganz ähnliches Ergebnis zu erwarten wäre.

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Birgit Schmitz-Lenders, Leiterin der Europäischen Akademie Bayern e.V. (Foto: Rainer Maier)
Schließlich erläuterte die Referentin sehr anschaulich die zahlreichen und wechselseitigen Folgen eines Brexit  – sowohl für Großbritannien als auch für die verbleibenden EU-Staaten. So würden z.B. die osteuropäischen Staaten einen Verbündeten ihrer europäischen Russlandpolitik verlieren, die kleineren Staaten dagegen ein Gegengewicht zu Frankreich und Deutschland; für die Bundesrepublik schließlich würde der Brexit das Ausscheren ihres drittwichtigsten Exportlandes aus dem europäischen Binnenmarkt und wohl zugleich höhere Beiträge bedeuten.

Ungelöst blieben bisher zahlreiche und entscheidende Zukunftsfragen, so die „Abschlussrechnung“ für Großbritannien, die Frage der Rechte der EU-Bürger im Vereinigten Königreich oder die Grenzfrage zwischen Nordirland und der Republik Irland….

 

Feierliche Verleihung des 5. Coburger Europa-Preises im Riesensaal des Schlosses Ehrenburg

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(Bericht über die Preisverleihung am 28. September 2017)

Einen besonderen Höhepunkt jedes Coburger EDIC-Jahres stellt die Verleihung des Coburger Europa-Preises dar: Jedes Jahr wetteifern zahlreiche Schulen aus den Regionen Coburg und Sonneberg um die begehrten Preise der Bewertungsjury. Bewerben können sich Schulen, Schulklassen, Schüler- oder Azubigruppen, die sich im Schuljahr 2016/17 aktiv mit Europa und der Europäischen Union auseinandergesetzt haben. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha und wird großzügig gesponsort von der VR-Bank Coburg eG, der IHK zu Coburg und der Niederfüllbacher Stiftung.

Für den diesjährigen Europa-Preis wurde in der Kategorie „Schulpreis“ die Freiherr-von-Rast-Schule Staatliche Berufsschule I Coburg ausgewählt; das Motto „Europa an der Freiherr-von-Rast-Schule“ war für viele Schüler und Lehrer ein Jahr lang Programm: Mit Auslandspraktiken in Belgien, Schweden und Österreich, einer Europa-Projektwoche oder der Veranstaltung „Luther und Europa“….

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Vertreter der Freiherr-von Rast-Schule Staatliche Berufsschule I Coburg (Sieger in der Kategorie „Schulpreis“) mit Schirmherr Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha, Helge Jost Kienel (Leiter des Europe Direct Informationszentrums) und Siegmar Schnabel (Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg). (Foto: Nadine Düthorn)

Als Preisträger in der Kategorie Gruppenpreis für Gymnasien setzten sich Schülerinnen und Schüler vom Arnold-Gymnasium in Neustadt bei Coburg durch, mit ihrem Projekt „Fränkisch-Mallorqinischer Kulturaustausch – Mehr als Ballermann“: Im Oktober 2016 reisten 30 Choristen und 8 Schüler eines Organisatoren-Teams nach Palma de Mallorca zu ihrem Choraustausch mit dem bekannten Mädchenchor „San Francesco de Palma de Mallorca“. Neben zahlreichen weiteren Auftritten krönte diese musikalische Reise ein Konzert in der gewaltigen Kathedrale von Palma!

Die Sieger der Kategorie Gruppenpreis waren die Angehörigen der Musik-AG aus der Grund- und Mittelschule Bad Rodach mit der Aufführung ihres Musicals „Eule findet den Beat auf Europatour“. In drei begeisternden Vorstellungen verzauberten über 50 Schülerinnen und Schüler ihr Publikum – unter anderem auf der bekannten Waldbühne in Heldritt.

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Schülerinnen und Lehrerinnen der Grund- und Mittelschule Bad Rodach mit Schirmherr Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, sowie Siegmar Schnabel (Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg). (Foto: Nadine Düthorn)

Für die angemessene Würdigung all dieser bemerkenswerten Leistungen im Geiste Europas fand am 28. September die Feierliche Preisverleihung im prachtvollen Riesensaal des Schlosses Ehrenburg statt. Hier wurden zunächst die Sieger-Projekte vorgestellt, ehe Schirmherr Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, gemeinsam mit den Förderern (Herr Kipke, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Coburg; Herr Schug, Vorstand; Herr Schnabel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg) die Urkunden und Preise überreichte: Der Schulpreis wurde mit einer Prämie von 750,- Euro dotiert, die Gruppenpreise mit Erlebnisfahrten für alle Beteiligten!

Den mitreißenden musikalischen Rahmen gestalteten die Preisträger vom Arnoldgymnasium und der Grund-und Mittelschule Bad Rodach.

Zum Ausklang des Festaktes bat Helge Jost Kienel, Leiter des Europe Informationszentrums Coburg, die Festgemeinde in den Hof der Ehrenburg zu einem heiteren Imbiss.

 

Auftaktveranstaltung  zur Internationalen Woche in Coburg am 24. September 2017

 

„E pluribus unum“ (aus vielen Eines) lautet die Devise im Großen Siegel der USA – ein Bekenntnis zur Überzeugung, dass Einigkeit ausgezeichnet auf Vielgestaltigkeit gedeihen kann.

Diesem schönen Gedanken verpflichtet sich auch die Stadt Coburg im Rahmen der „Internationalen Woche“. Am Sonntag, den 24. September startete dieser bunte Veranstaltungsreigen im Geiste kultureller Verständigung mit einem Fest auf dem Coburger Marktplatz –veranstaltet vom Sozialreferat der Stadt Coburg und dem Stadtmarketing. Zahlreiche Organisationen und Gruppen, wie die Caritas, das AWO Mehr-Generationen-Haus Coburg, die Internationale Islamische Gemeinde Coburg e.V. oder „Schmetterlingseffekte e.V.: Kochen für Weltbürger“ errichteten mit ihren Ständen eine bunte Zeltstadt rund um das Denkmal von Prinz Albert.

Internationale Woche
Rainer Maier (Geschäftsführer der vhs-Coburg), Helge Jost Kienel (Europe Direct Informationszentrum Coburg) mit gut gelaunten Coburger Bürgern vor dem Stand des EDIC.

Natürlich durfte hier auch das Europe Direct Informationszentrum Coburg nicht fehlen: Den ganzen Nachmittag über beantworteten Rainer Maier und Helge Jost Kienel die Fragen vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger, die mit ihrem eifrigen  Interesse bewiesen, wie sehr aktuelle Europa-Themen gerade die Mitte unserer Gesellschaft bewegen… Besonders die Herausforderungen des „Brexit“ bildeten immer wieder Anstoß zu lebhaften Diskussionen im Zelt des Europe Direct Coburg. Die hohe Attraktivität des bunten Angebotes auf dem Marktplatz unter den Klängen eines abwechslungsreichen Bühnenprogramms belegten  viele hundert Besucher – Coburger und Gäste aus aller Welt – die auch den internationalen Köstlichkeiten begeistert zusprachen. Einen  ganz besonderen Beitrag zur fröhlich-gelösten Atmosphäre an diesem Sonntag-Nachmittag leistete das EDIC mit seinen vielen blau-gelben Europaluftballons, die bald überall auf dem Platz von zahllosen Kindern geschwenkt wurden und  die ohnehin  vielgestaltige  Menge mit weiteren heiteren Farbtupfern sprenkelten.

Interantionale Woche
Stand des EDIC auf dem Coburger Marktplatz (Foto: Rainer Maier)

In der kommenden Woche folgen im Rahmen der „Internationalen Woche“ (24. 09.2017 – 04.10.2017) dann  zahlreiche spannende Veranstaltungen, wie z.B. „internationales Kochen“, „Frauentreff. Treff für Frauen aller Herkunftsländer“, „internationales Kaffeekränzchen“ oder „Tag der offenen Moschee“ und vieles mehr…

(Informationen zur Internationalen Woche erhalten sie unter http://www.coburg.de/stadtmarketing)

 

Veranstaltungs-Bericht:

„Brexit – wo geht die Reise hin?“

 Vortrag von Paul Heardman, britischer Generalkonsul in München

(Bericht über den Vortrag des britischen Generalkonsuls am 20. September 2017 in der Aula des Gymnasiums Casimirianum Coburg)

Eine der größten EU-Überraschungen bereitete sicherlich das Votum der Briten für den Brexit im vergangenen Jahr. Seither ringen viele Beteiligte ebenso um ihre Fassung wie um einen möglichst schonenden Ausgang für die jeweils eigene Seite: Die britische Regierung kämpft für den sanften Brexit – die EU-Kommission dagegen neigt dazu, ein wirkmächtiges Zeichen zu setzen, dass Amputationen ihres Territoriums nicht folgenlos geduldet werden. Zahllose EU-Bürger wiederum versuchen vergeblich die Beweggründe der Briten zu verstehen und fürchten die Konsequenzen…

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Paul Heardman (Britischer Genereralkonsul in München) in der Aula des Gymnasiums Casimirianum/Coburg (Foto: Rainer Maier)

Daher stieß der Vortrag des britischen Generalkonsuls Paul Heardman zum Thema „Brexit – wo geht die Reise hin?“ in Coburg auf ausgesprochen lebhaftes Interesse: Am Mittwoch, den 20. September 2017, sprach der britische Diplomat vor einer gut gefüllten Aula des Gymnasiums Casimirianum in Coburg – eine Veranstaltung zu der das Europe Direct Informationszentrum Coburg in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Coburg geladen hatte.

Der Generalkonsul widersprach zunächst  landläufigen Vorwürfen und vermeintlichen „Irrtümern“ bezüglich des Brexit: „Wir wollen nicht die EU untergraben“, betonte er ebenso entschieden, wie er Gerüchte darüber dementierte, dass sich GB aus der europäischen Militärkooperation zurückziehen wolle: „Das ist falsch! Wir haben viele Ideen, wie wir diese Kooperation ausbauen wollen.“

Weiter stellte der Generalkonsul klar, „dass Großbritannien nach wie vor ein europäisches Land bleibt; wir wollen eine enge tiefe Partnerschaft mit der EU, aber wir verlassen Europa nicht.“ Als souveräner Staat werde GB allerdings wichtige Fragen z.B. der  Migrationspolitik selbst regeln: „Eigene Migrationspolitik, das heißt nicht Grenzen zu schließen, sondern die Entscheidung über britische Migrationspolitik wird in Großbritannien gemacht!“

Freilich gestand Heardman auch Schwierigkeiten während einer gewissen Übergangsphase zu: „Es wird vielleicht ein Nachteil, dass Großbritannien nicht mehr am Tisch sitzt bei der Gestaltung des Binnenmarktes (….).“

Grundsätzlich aber war der Referent um eine eher positive Grundstimmung bemüht: „Wir sind optimistisch, dass wir, wie die Briten es gewohnt sind, pragmatische Lösungen finden.“

Im Anschluss an seinen Impulsvortrag widmete sich Heardman ausführlich den regen Fragen seines ambitionierten Publikums, wodurch ein  weiter thematischer Bogenschlag  von der Handelspolitik  bis zur Flüchtlingskrise gelang.

Den größten Eindruck mag aber die wiederholte Einladung des Generalkonsuls an alle Zuhörer gemacht haben, sein Land zu besuchen – und sein eindringlicher Appell: „Es ist wichtig, dass Menschen zusammenkommen!“

 

Noch mehr Wissen über die EU

 

Europäische Gebietseinbußen vor dem Brexit

Das Referendum der Briten für den Brexit bewegt nachhaltig die Europäische Union; tatsächlich dürfte nach einem Abschluss der Verhandlungen der erste Austritt eines gesamten Beitritts-Staates aus der Union bevorstehen. Trotzdem wäre diese Amputation nicht der erste geographische Verlust des Staatenbundes: So gehörten z.B. früher auch Algerien und Grönland zu den Europäischen Gemeinschaften – doch mit seiner Trennung von Frankreich verließ zunächst Algerien 1962 die EGen. Zwar hatten alle Algerier schon 1947 die französische Staatsbürgerschaft erhalten – eine Maßnahme, die den langen (1956-1962) und äußerst brutalen Unabhängigkeitskrieg von Frankreich jedoch nicht hat verhindern können.

EuroflaggeIm Jahr 1985 folgte noch der Austritt der ehemaligen dänischen Kolonie Grönland: Nach der Erlangung ihrer innenpolitischen Selbständigkeit (1979) verließ diese gewaltige arktische Insel 1985 die Europäische Wirtschaftsunion (nach einem Referendum der grönländischen Bürger), obwohl Grönland weiterhin als ein autonomes Territorium im Königreich Dänemark verblieb. Schließlich verlor die Europäische Union im Jahr 2012 mit der Antilleninsel Saint-Barthélemy noch ein weiteres französisches Gebiet, das aber im Rahmen der „Überseeischen Länder und Hoheitsgebiete“ zumindest mit der EU verknüpft ist, aber weder dem Schengenraum noch dem Zollgebiet der EU angehört.

 

 

Wissen über die EU:

 

Außereuropäische Territorien der EU

Zwar liegt das Hauptgebiet der Europäischen Union auf dem europäischen Kontinent, doch die EU versteht sich vor allem als kulturelle Werte-Union; so zählen zur Union auch Territorien weit außerhalb der europäischen Landmasse: Z.B. die nordamerikanischen Inseln Saint-Pierre und Miquelon oder das karibische Guadeloupe, die allesamt zu Frankreich gehören. In Afrika wiederum liegt die spanische Stadt Ceuta und vor der marokkanischen Küste die ebenfalls spanische Inselgruppe der Kanaren. Die Insel Zypern, die unter anderem den gleichnamigen EU-Staat trägt, wird streng geographisch zu Asien gerechnet. Schließlich gehören sogar Teile Ozeaniens zur EU, wie die französische Inselgruppe Neukaledonien vor Australien… Insgesamt zählen heute also nord-, mittel- und südamerikanische Gebiete, Teile Ozeaniens, Asiens und Afrikas, ja sogar Territorien der Antarktis zur Europäischen Union!

 

 

Bericht:

Die Rede von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zur Lage der EU

(Bericht über die Rede von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am 13. September 2017 vor dem Europäischen Parlament in Straßburg)

Mit seiner Rede zur Lage der EU (am 13. 09.) vor dem Europäischen Parlament in Straßburg wagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Hymne des Optimismus! So beschwor Juncker begeistert die Leistungen der EU, gerade für die europäische Wirtschaft: „Die Europäische Investitionsoffensive, die bis jetzt Investitionen im Wert von 225 Milliarden Euro freigesetzt hat, ist unsere Leistung. (…) Es ist unser Verdienst, dass wir die öffentlichen Defizite von 6,6 auf 1,6 Prozent gesenkt haben. (…)“ Er wagte sogar den Vergleich mit den USA: „Das Wachstum der Europäischen Union hat das der Vereinigten Staaten in den vergangenen zwei Jahren übertroffen.“ Außerdem betont Juncker ein neues Gemeinschaftsgefühl: „Im vergangenen Jahr haben wir gesehen, wie alle 27 Staats- und Regierungschefs den Kapitolhügel in Rom beschritten, um – einer nach dem anderen – ihr Gelöbnis zu unserer Union zu erneuern.“

Dann jubelte er, „Europa hat wieder Wind in den Segeln“!1280px-Preussen_-_SLV_Allan_C._Green_H91.250-378

Schon im nächsten Atemzug begann Juncker damit, den künftigen Kurs der EU abzuzirkeln: „Wir sind dabei, eine Energieunion, eine Sicherheitsunion, eine Kapitalmarktunion, eine Bankenunion und einen Digitalen Binnenmarkt zu vollenden.(…)“ Später ging der Kommissionspräsident dann auf das drängende Migrationsproblem ein und lobte auch hier die Leistungen der EU: „Auch wenn es mich betrübt, dass die Solidarität nicht in all unseren Mitgliedstaaten gleich stark ausgeprägt ist, hat Europa als Ganzes weiterhin Solidarität gezeigt. Allein im vergangenen Jahr haben unsere Mitgliedstaaten mehr als 720 000 Flüchtlingen Asyl gewährt oder sie neu angesiedelt – drei Mal mehr als die Vereinigten Staaten, Kanada und Australien zusammen.“ Allerdings vergaß Juncker bei dieser optimistischen Darstellung sowohl die unverhältnismäßig großen Anstrengungen z.B. gerade der Bundesrepublik Deutschland zu erwähnen – als auch die anhaltende Weigerung anderer EU-Mitgliedsstaaten Flüchtlinge aufzunehmen …

EuropäischeKommissionSchmuttel_pixelio.de[1]Bald darauf skizzierte Junckers seine optimistische Vision für Europa: „Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit – diese drei Grundsätze müssen das Fundament sein, auf dem wir eine stärkere, mehr geeinte und demokratischere Union aufbauen“; begeistert forderte er daher unter anderem eine „handlungsfähigere Wirtschafts- und Währungsunion“, einen „Europäischen Wirtschafts- und Finanzminister“ und „eine funktionierende Europäische Verteidigungsunion“…

An das Ende seiner Rede setzte der Kommissionspräsident schließlich einen Appell, in dem er noch einmal das heitere Bild aus der Segelschifffahrt bemühte: „Lasst uns die Leinen losmachen, die Segel setzen, und jetzt den günstigen Wind nutzen!“

 

 

 

 

+++herzDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet!lichllkommenDie besten Schüler- und Azubi-Projekte zum Thema Europa und EU werden auch in diesem Jahr wieder mit dem Coburger Europa-Preis ausgezeichnet! auf den Seiten des E

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