8. November 2009
Coburg – Am verkaufsoffenen Sonntag des 8. November war „COBURG GANS OFFEN für Europa“. Auch Europe Direct nutzte den Aktionstag von Stadtmarketing, Einzelhandel und Gastronomie, um mit eigenen Angeboten zum Gelingen des Spektakels beizutragen. So lud das Informationszentrum zu einer Bürgersprechstunde in das Bürgerbüro des Rathauses ein – und eröffnete im Lichthof der Sparkasse Coburg-Lichtenfels am Markt die Plakatausstellung „Von der Friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“. Die Eröffnung erfolgte im Anschluss an die feierliche Verleihung der Ehrenfahne des Europarates an die Stadt Coburg im Rahmen einer Festsitzung des Stadtrates im Rathaussaal.
Die Plakatausstellung „Von der Friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“. ist nach den Präsentationen zu den Themen „17. Juni 1953“ sowie Mauerbau und Grenzregime die dritte Ausstellung, die Europe Direct aus Anlass des 20. Jahrestages der Grenzöffnung in Coburg zeigt. Sie ist in der Sparkasse bis Donnerstag, 19. November, zu den üblichen Geschäftszeiten zu sehen, also montags bis mittwochs und freitags von 8.30 Uhr bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 Uhr bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr. Im Anschluss, von Montag, 23. November, bis Freitag, 29. Januar 2010, zeigt Europe Direct die Plakate an der Volkshochschule Coburg im Haus Löwenstraße 16.
Die Initiative von Europe Direct würdigten zur Ausstellungseröffnung in Ansprachen auch Siegfried Wölki, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, und Johanna Schicker, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Frau Schicker hatte auch im Rathaussaal die Festrede gehalten.
Die in der Sparkasse präsentierte Ausstellung ist von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gemeinsam mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung konzipiert worden. Sie ist bestimmt für die historisch-politische Bildungs- und Kulturarbeit im In- und Ausland und wirft Schlaglichter auf die Entwicklung der Jahre 1989 und 1990. In Text und Bild erinnert sie an den Widerstand gegen die Fälschung der Kommunalwahlen der DDR im Mai, an die Fluchtbewegungen im Sommer und an die Massenproteste im Herbst. Die Ausstellung handelt von der Demokratisierung der DDR, von deutsch-deutscher Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der deutschen Einheit im Oktober 1990.
Die Ausstellung ergänzt eine Leihgabe von Dr. Wolfgang Gawin. Der frühere Leitende Rechtsdirektor der Stadt Coburg präsentiert eine von dem tschechischen Künstler Vladimir Kopecký geschaffene Skulptur. Sie besteht aus einem originalen Stück DDR-Grenzzaun und einem originalen Grenzpfosten aus Beton. Dr. Gawin hat die Teile 1989 bei Rottenbach selbst abgebaut.
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21. Oktober 2009
Coburg – „Ist Europa weiblich?“ Das ist die Frage, die Dr. Elvira Fischenich-Spengler (Foto)
sich und ihren Zuhörerinnen und Zuhörern jetzt an der Volkshochschule Coburg stellte. In einem engagierten Vortrag war die Gleichstellungspolitik der Europäischen Union das Thema der Politologin und Historikerin aus Ebern.
Zu der Veranstaltung hatte das an der Volkshochschule angesiedelte Europe Direct Informationszentrum Coburg eingeladen. Dessen Leiter Sven Reuß führte zur Begrüßung durch den aktuellen, an der VHS erhältlichen Veranstaltungskalender seines Büros. Auch das Angebot eines Vortrags zur geschlechtlichen Gleichstellung in Europa solle beitragen, so Reuß, europäische Integration transparent zu machen. Brüssel sei Coburg auch auf diese Weise ein Stück näher zu bringen. Eben dies sei das Ziel des von ihm repräsentierten Europe-Direct-Netzwerkes der Europäischen Kommission.
Dr. Fischenich-Spengler leitete ihren Vortrag kulturhistorisch ein und reflektierte den Wandel der geschlechtlichen Rollenmuster über die Jahrhunderte hinweg. Nach wie vor seien Frauen in Politik und Wirtschaft auf Entscheidungsebene stark unterrepräsentiert, notierte sie zur „Politik von Frauen“. Zur „Politik für Frauen“ führte sie, beginnend mit den Römischen Verträgen von 1957, durch die noch junge Geschichte europäischer Rechtsetzung bis „Lissabon“. Über eine Vielzahl an Richtlinien hätten Vorgaben aus Brüssel und Straßburg Eingang auch in das deutsche Recht gefunden. Mit ihrer Gleichstellungspolitik – und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs – habe die EU insgesamt ein „Erfolgsmodell“ geliefert. Und auch wenn zumal im Hinblick auf die angestrebte Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch eine Menge zu tun sei, konnte die Referentin ihre Eingangsfrage bejahen. In welchem Maße aber Europa weiblich sei, dies möge sich jeder und jede selbst beantworten …
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Verfasst von europedirectcoburg
16. Oktober 2009
Coburg – Multimedial präsentierte das Integrierte Stadtmarketing der Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf der 70. Oberfrankenausstellung das „Erlebnis Coburg“. In Halle 9 der Messe beteiligte sich am Freitag, 16. Oktober, auch das Europe Direct Informationszentrum an dem Projekt – und zwar in Form eines Interviews, das der Leiter des Informationszentrums, Sven Reuß, auf der Bühne der Medienhalle dem Sender Radio EINS gab.
Auf die Fragen der Moderatorin Jasmin Zeitler hin gab Sven Reuß Auskunft über die Arbeit von Europe Direct. Anhand des Verbraucherschutzes und weiterer Aspekte veranschaulichte er, in welchem Maße europäische Rechtsetzung das Alltagsleben auch der Menschen und Institutionen in Deutschland betrifft. Auch stellte Reuß das aktuelle, noch druckfrische Faltblatt seines Informationsbüros vor: Der Flyer präsentiert die Ausstellungen, Lesungen und Vorträge, die Europe Direct interessierten Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden Monaten zu diversen Themen der europäischen Integration anbieten kann.
Auf der Bühne der Oberfrankenausstellung waren an den vorangegangenen Tagen bereits andere Themen präsentiert worden – zum Beispiel der für den 8. November angesetzte verkaufsoffene Sonntag unter dem Motto „COBURG GANS OFFEN für Europa“. Den Talkrunden schließen sich Sondersendungen im Live-Programm von Radio EINS an. So wird sich in der Sendung am Montag, 25. Januar 2010, Europe Direct noch einmal präsentieren.
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